16. Februar, 2026

Quartalszahlen

Jenoptik-Bilanz 2025: Dämpfer in der Halbleitersparte, aber Hoffnung für 2026

Jenoptik blickt trotz eines schwierigen Geschäftsjahres 2025 zuversichtlich in die Zukunft. Sinkende Erlöse im Halbleiter- und Automobilsektor belasteten die Bilanz, doch für 2026 plant der Konzern die Rückkehr zum Wachstum – pünktlich zum Wechsel an der Spitze.

Jenoptik-Bilanz 2025: Dämpfer in der Halbleitersparte, aber Hoffnung für 2026
Strategischer Umbruch bei Jenoptik: Trotz schwachem Ergebnis 2025 setzt der Konzern auf Wachstum für 2026. Die Analyse zum EBITDA-Rückgang.

Der Umsatz sank um rund sechs Prozent auf 1,05 Milliarden Euro. Besonders deutlich traf es das operative Ergebnis (EBITDA), das um 13 Prozent auf etwa 192 Millionen Euro einbrach. Damit ging auch die EBITDA-Marge auf 18,4 Prozent zurück (Vorjahr: 19,9 Prozent).

Hauptverantwortlich für den Rückgang war eine spürbare Investitionszurückhaltung in der Halbleiterausrüstungs-Industrie sowie im Automotive-Sektor. Diese Marktdynamik schlug sich auch im Auftragseingang nieder, der mit knapp einer Milliarde Euro rund drei Prozent unter dem Vorjahresniveau blieb.

Führungswechsel unter schwierigen Vorzeichen

Die Bekanntgabe der Zahlen erfolgt unmittelbar vor einer Zäsur im Management: Am 15. Februar 2026 wird Vorstandschef Stefan Traeger das Unternehmen verlassen. Die vorzeitige Trennung war bereits im November angekündigt worden, ohne dass konkrete Gründe für das abrupte Ende der Zusammenarbeit genannt wurden. Damit wird die detaillierte Jahresprognose und der vollständige Geschäftsbericht am 25. März unter einer neuen oder interimistischen Führung präsentiert.

Trotz der aktuellen Zahlen zeigt sich der Konzern optimistisch, 2026 wieder auf den Wachstumspfad zurückzukehren. Analysten werten dies als Signal, dass Jenoptik eine Erholung im Halbleitermarkt für die zweite Jahreshälfte erwartet und die internen Effizienzprogramme zu greifen beginnen.

Michael C. Jakob – Der rationale Investor | AlleAktien… | AlleAktien
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