21. Juni, 2024

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Ionos-Aktien nach Rekordhoch von Morgan Stanley Herabstufung gebremst

Ionos-Aktien nach Rekordhoch von Morgan Stanley Herabstufung gebremst

Die Vorzeichen standen anfangs auf Wachstum, doch nun ergibt eine Neubewertung des Internetdienstanbieters Ionos durch die renommierte US-Bank Morgan Stanley ein gedämpftes Bild. Nach einem beeindruckenden Höhenflug, welcher die Aktien von Ionos kürzlich noch auf ein Rekordhoch katapultierte, erlebten die Anleger zum Wochenauftakt eine Abkühlungsphase. Mit einem Kursrutsch von vier Prozent auf nunmehr 25,40 Euro zeigt sich, dass selbst strahlende Wachstumsgeschichten an den Finanzmärkten ihre kritischen Analystenstimmen finden. Das Abklingen der Euphorie folgt auf den Fuß einer auf "Equal-weight" herabgestuften Bewertung durch Morgan Stanley, nachdem zuvor noch ein fulminanter Anstieg bis auf 27,20 Euro zu verbuchen war.

Der Gewinnmitnahmeeffekt scheint direkt mit den Ansichten von George Webb, einem erfahrenen Analysten von Morgan Stanley, zu korrelieren. Dieser sieht nach einer bemerkenswerten Kursrally - das Papier verzeichnete auf Jahresbasis zeitweise einen Zugewinn von über 50 Prozent - das Unternehmen nun am Scheideweg der Bewertung angekommen. Die bemerkenswerte Performance führte Ionos in die Oberliga des SDax, wobei die Anteile seit dem Börsendebüt vom Februar 2023, als Teil einer Abspaltung vom Mutterunternehmen United Internet, beachtliche Kursgewinne vorweisen konnten.

Trotz der beeindruckenden Verdoppelung seit dem Tiefpunkt im vergangenen Oktober umgibt die Aktie nun eine gewisse Skepsis bezüglich der geschäftlichen Tragweite. Webb merkt kritisch an, dass das möglicherweise nachlassende Aftermarket-Segment der Sparte Web Presence & Productivity die ansonsten starke Kerngeschäftsleistung im ersten Quartal überschatten kann - eine nicht zu vernachlässigende Variable im Hinblick auf die Zielsetzungen des Unternehmens für das laufende Jahr.

Während die Muttergesellschaft United Internet von der Herabstufung ihrer Tochterfirma kalt lässt und einen Zuwachs von 1,3 Prozent verzeichnet, bleibt die Mobilfunktochter 1&1 auf ihrem Freitagskursniveau stabil und zeigt sich von den internen Verschiebungen im Unternehmensgefüge unberührt.