25. Februar, 2024

Wirtschaft

Investitionssprung: China stärkt Präsenz im Iran mit Milliardenprojekten

Investitionssprung: China stärkt Präsenz im Iran mit Milliardenprojekten

In einem bemerkenswerten wirtschaftlichen Aufschwung haben chinesische Investitionen im Iran nach Informationen der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim eine Verzehnfachung erfahren. Der Kapitalfluss aus dem Reich der Mitte stieg im Laufe eines Jahres von 200 Millionen Dollar auf beachtliche 2 Milliarden Dollar an. Insbesondere Projekte in den Sektoren Logistik, Infrastruktur und Bergbau profitieren von dieser massiven finanziellen Zuwendung.

China, als einer der Hauptkonsumenten iranischen Öls, hat mit der ausgedehnten Finanzspritze seine Rolle als wirtschaftlicher Hauptpartner für Teheran gefestigt. Diese Entwicklung folgt auf ein ambitioniertes Kooperationsabkommen, welches beide Staaten im Jahr 2021 für eine Dauer von 25 Jahren besiegelt haben. Die Partnerschaft mit China kommt für den Iran zu einem strategischen Zeitpunkt, da die Führungen in Teheran und Moskau ihre wirtschaftlichen und politischen Bande vertiefen, was sich auch in Unterstützung Russlands im Ukraine-Konflikt ausdrückt.

Laut der Tasnim-Angaben sind nebst China auch die Vereinigten Arabischen Emirate und die Türkei unter den investitionsstarken Akteuren im Iran. Die wachsende wirtschaftliche Vernetzung zwischen diesen Ländern steht im Kontrast zum angespannten Verhältnis des Iran mit dem Westen, das hauptsächlich auf dem umstrittenen Atomprogramm des Landes beruht.

Um seine isolierte internationale Position zu verbessern, hat der Iran neben der Intensivierung seiner Beziehungen zu China und Russland ebenfalls seine geopolitische Vernetzung ausgebaut und ist mittlerweile sowohl Mitglied der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit als auch der Staatenvereinigung Brics geworden.

Trotz der strategischen Neuausrichtung werden im Iran auch kritische Stimmen laut, die eine Annäherung an den Westen fordern, mit der Hoffnung, dass dies zu einer Milderung der Sanktionen und einer Verbesserung der wirtschaftlichen sowie politischen Lage im Land führen könnte.