25. Februar, 2024

Wirtschaft

Intesa Sanpaolo verzeichnet Gewinnsprung durch höhere Zinsen

Intesa Sanpaolo verzeichnet Gewinnsprung durch höhere Zinsen

Die jüngste Zinswelle rollt und beschert der italienischen Bankenlandschaft sonnige Aussichten. Intesa Sanpaolo, eine der führenden Großbanken Italiens, surft auf dieser Welle mit beeindruckender Performance: Im vergangenen Jahr konnte die Bank ihren Gewinn um beachtliche 76 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro steigern. Dieses finanzielle Hoch verdankt das Geldhaus vor allem den gestiegenen Zinsen – eine Entwicklung, die laut Bankchef Carlo Messina auch in den nächsten Jahren zu einer weiter aufsteigenden Gewinnkurve führen soll. So prognostiziert Messina für 2024 und 2025 einen Gewinnanstieg auf über 8 Milliarden Euro.

Für die Anteilseigner winkt daher eine reichliche Belohnung: Eine nahezu verdoppelte Dividende soll ihre Treue honorieren. Zusätzlich plant Intesa Sanpaolo, eigene Aktien zurückzukaufen – ein Schritt, der als klares Bekenntnis zur eigenen finanziellen Stärke gesehen werden kann.

Die Börse in Mailand reagierte auf die frohe Botschaft zunächst mit einem dynamischen Kurssprung der Intesa-Aktie von über drei Prozent, bevor sich die Gewinne etwas abschwächten. Das Plus lag anschließend bei über einem Prozent und signalisierte eine gemäßigte, aber stabile Zustimmung des Marktes.

In der Detailanalyse zeigt sich, dass Intesa aufgrund der erhöhten Zinsen insbesondere im Zinsgeschäft kräftig zulegen konnte: Hier wurde ein sprunghafter Anstieg von über 50 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro verzeichnet. Gegenüber einem Rückgang in anderen Ertragsbereichen erscheint dieser Zuwachs umso beeindruckender. Die Gesamterträge der Bank erhöhten sich in der Folge um 17 Prozent auf 25,1 Milliarden Euro.

Mit einer halbierten Risikovorsorge für Kreditausfälle im Vergleich zum Vorjahr und der Aussicht auf weitere Zinsertragssteigerungen steuert Intesa Sanpaolo einen klaren Kurs in Richtung finanzieller Expansion. Im Mai wird über die festgesetzte Schlussdividende entschieden, die mit 15,20 Cent pro Aktie die Ausschüttungssumme auf insgesamt 29,60 Cent anheben soll.