16. Juni, 2024

Technologie

Intel Chip-Fabriken: Sorgen um Wasserversorgung bei Magdeburg

Intel Chip-Fabriken: Sorgen um Wasserversorgung bei Magdeburg

Angesichts der Pläne für den Bau neuer Chip-Fabriken von Intel in der Nähe von Magdeburg haben Verbände und Kommunen ihre Besorgnis über den hohen Wasserverbrauch des Projekts geäußert. Bei einem Erörterungstermin zu den Bebauungsplänen am Mittwoch forderten sie eine nachhaltige und ressourcenschonende Wasserversorgung. Intel hatte angegeben, rund 18.000 Kubikmeter Wasser täglich für den Betrieb der beiden geplanten Fabriken zu benötigen. Das entspricht etwa der Hälfte des gesamten Wasserverbrauchs der Landeshauptstadt Magdeburg.

Kritik kommt insbesondere von Umweltverbänden und der Gemeinde Burgstall im Landkreis Börde. Christian Kroll, der stellvertretende Bürgermeister von Burgstall, wies darauf hin, dass ungeachtet der sinkenden Grundwasserstände eine verstärkte Grundwasserförderung geplant sei. „Wir haben Risse in den Häusern, Schäden in der Forstwirtschaft und Nachteile für die Bauern“, erklärte Kroll. Die Gemeinde lehne den Bau der Intel-Fabriken nicht grundsätzlich ab, könne aber nicht die Leidtragende der Wasserproblematik sein. Zudem seien die Pläne zur möglichen Nutzung von Elbwasser nicht konkret genug.

Die Trinkwasserversorgung Magdeburg (TWM) betonte, dass für die aktuell geplante Ausbaustufe mit zwei Chip-Fabriken genügend Wasser zur Verfügung stehe. 'Der Bedarf von Intel ist mehr als ausgeglichen,' sagte Geschäftsführer Alexander Ruhland. Diesbezüglich plant die Stadt Magdeburg, ein altes Wasserwerk in der Colbitz-Letzlinger Heide nördlich von Magdeburg zu reaktivieren.

Nach der öffentlichen Auslegung der Planungsunterlagen sind beim Landesverwaltungsamt 13 Einwendungen eingegangen. Diese stammten unter anderem von Nabu, BUND sowie weiteren Umweltschutzorganisationen und Einzelpersonen. Neben der Wasserversorgung wurden auch Bedenken hinsichtlich Boden-, Natur- und Artenschutzes, etwa bezüglich Feldhamstern und Feldlerchen, geäußert. Das Landesverwaltungsamt wird nun die Einwände prüfen und über den Antrag des US-Unternehmens entscheiden.