18. Juli, 2024

Wirtschaft

Innenstädte erleben Besucheransturm: Frequenzen steigen um 2,5 Prozent

Innenstädte erleben Besucheransturm: Frequenzen steigen um 2,5 Prozent

In deutschen Innenstädten sind mehr Besucher unterwegs als im vergangenen Jahr. Eine aktuelle Analyse des Dienstleisters Hystreet ergab, dass die Passantenfrequenzen im ersten Halbjahr bundesweit um 2,5 Prozent gestiegen sind. Hystreet ist auf die Messung der Besucherzahlen in Innenstädten spezialisiert.

Die meistbesuchten Einkaufsstraßen befinden sich weiterhin in München. So verzeichnete die Kaufinger Straße in den ersten sechs Monaten des Jahres 13,8 Millionen Passanten, was einem Zuwachs von sieben Prozent entspricht. Ähnlich gut besucht war die Neuhauser Straße mit 13,4 Millionen Besuchern, ein Anstieg von vier Prozent.

Auch andere Städte konnten erfreuliche Zuwächse melden. Die Georgstraße in Hannover legte um acht Prozent auf 11,4 Millionen Passanten zu. Die Königstraße in Stuttgart erlebte gar einen Anstieg von 20 Prozent und verbuchte 10,1 Millionen Besucher. Die Schildergasse in Köln erreichte ebenfalls 10,1 Millionen Passanten, jedoch mit einem leichten Rückgang von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Ein besonderer Faktor für den Anstieg der Besucherzahlen war die Fußball-Europameisterschaft im Juni. Besonders in den Spielorten führte das Turnier zu enormem Zulauf. In der Stuttgarter Königstraße stieg die Frequenz um beeindruckende 36,6 Prozent, während die Kaufingerstraße in München einen Zuwachs von 17,2 Prozent verzeichnete. Auch die Bahnhofstraße in Gelsenkirchen (+13,3 Prozent) und der Westenhellweg in Dortmund (+11,7 Prozent) profitierten erheblich.

"Events sind generell ein Schlüssel für belebte Innenstädte. Dies gilt nicht nur für Großveranstaltungen wie die Fußball-EM, sondern auch für klassische Stadtfeste und City-Events", erklärte Julian Aengenvoort, Geschäftsführer von Hystreet.

Hystreet erfasst die Passantenfrequenzen vollautomatisch und rund um die Uhr an 311 Standorten in 110 Städten mittels Lasertechnologie. Laut Unternehmensangaben liegt die Messgenauigkeit bei beeindruckenden 99 Prozent. Die gesammelten digitalen Daten sind auf der Firmenplattform für jedermann zugänglich.