22. Februar, 2024

Wirtschaft

Inflationsrückgang in der Schweiz – eine unerwartete Wendung

Inflationsrückgang in der Schweiz – eine unerwartete Wendung

Die Schweizer Wirtschaft erlebt eine überraschende Entwicklung: Die Inflation hat den niedrigsten Stand seit Oktober 2021 erreicht und liegt damit deutlich unter den Prognosen von Analysten. Im Januar 2023 registrierte das Bundesamt für Statistik einen Inflationsrückgang auf 1,3 Prozent, eine spürbare Abnahme im Vergleich zu den 1,7 Prozent im Vormonat Dezember. Dies stellt einen Wendepunkt dar, bedenkt man, dass die Teuerungsrate Ende des vergangenen Jahres noch an Fahrt gewonnen hatte.

Experten, die mit einer beibehaltenen Teuerung gerechnet hatten, müssen nun ihre Einschätzungen revidieren. Bemerkenswert ist zudem der Rückgang der sogenannten Kerninflation, die volatile Kostentreiber wie Energie und Treibstoff ausschließt. Hier sank der Wert von 1,5 auf 1,2 Prozent.

Die Schweizer Nationalbank, welche eine maximale Teuerungsrate von 2 Prozent anstrebt, kann mit dem aktuellen Wert durchaus zufrieden sein. Trotz des allgemeinen Rückgangs gab es Bereiche, in denen die Preise im Januar anstiegen, darunter Elektrizität und Dienstleistungen in Hotellerie. Auch Versicherungen für Motorfahrzeuge sowie Speisen in Restaurants und Cafés verzeichneten Preissteigerungen. Demgegenüber standen sinkende Preise im Sektor Luftverkehr sowie im Bereich Bekleidung und Schuhe.

Das BFS passt traditionell im Januar die Gewichtung des Warenkorbs für den Landesindex der Konsumentenpreise an, um den sich ändernden Konsummustern der Haushalte gerecht zu werden. Nach umfangreichen Änderungen während und nach der Pandemiezeit weist das Jahr 2024 hingegen nur minimale Anpassungen auf.