25. Februar, 2024

Wirtschaft

Inflationsabkühlung setzt sich fort: Niedrigster Wert seit Sommer 2021

Inflationsabkühlung setzt sich fort: Niedrigster Wert seit Sommer 2021

Die Inflation in Deutschland hat eine spürbare Entspannung erfahren, welche sich im Januar dieses Jahres mit einer Rate von 2,9 Prozent klar abzeichnete. Eine derartige Abschwächung des Preisauftriebs wurde zuletzt im Juni 2021 mit 2,4 Prozent registriert und stellt einen deutlichen Rückgang gegenüber den 3,7 Prozent des Vormonats Dezember dar. Parallel dazu vermochte die italienische Industrie, ihre Produktionszahlen zum Jahresende zu steigern. Im Monatsvergleich November auf Dezember kletterte die Fertigung um 1,1 Prozent, was leicht über den Markterwartungen lag.

In der politischen Arena zeichnet sich indessen Bewegung im Hinblick auf ein geplantes Wachstumspaket ab. Regierungspolitiker vermelden Fortschritte, doch stellt die Union weiterhin Forderungen, insbesondere bezüglich der Zukunft der Agrardiesel-Rückvergütung. Für nachhaltigen Reformeifer sorgt das Bundeswirtschaftsministerium mit Plänen zur Reform des Vergaberechts, wobei Erleichterungen für Start-ups und die Anhebung von Wertgrenzen für Direktaufträge im Fokus stehen.

Auf europäischer Ebene offenbart sich indes Stagnation: Ein breiter Konsens für ein EU-Lieferkettengesetz ist derzeit nicht in Sicht - eine Abstimmung wurde aufgrund fehlender Zustimmung, nicht zuletzt von deutscher Seite, vertagt.

Derweil lässt der Tourismussektor in Deutschland eine fast vollständige Resilienz nach der Pandemie erkennen, indem die Übernachtungszahlen des Jahres 2023 mit einem Plus von 8,1 Prozent annähernd das Niveau des Rekordjahres 2019 erreichen.

In einem weiteren Vorstoß für den Klimaschutz haben sich die EU-Staaten auf strengere CO2-Vorgaben für Lkw und Busse verständigt, ein Beschluss, der erst nach zuletzt gewonnener Zustimmung der Bundesregierung möglich wurde.