25. Februar, 2024

Märkte

Infineon passt Umsatz- und Gewinnprognose nach unten an

Infineon passt Umsatz- und Gewinnprognose nach unten an

Die jüngsten Mitteilungen des Technologiekonzerns Infineon sorgen am Markt für leichte Verstimmung: Die anhaltenden Währungs- und Marktturbulenzen veranlassen das DAX-listierte Unternehmen zu einer Korrektur seiner Finanzprognosen für das laufende Geschäftsjahr 2023/24. Der Vorstand um Jochen Hanebeck hat nun einen Umsatz von etwa 16 Milliarden Euro prognostiziert, was eine Verschiebung um eine Milliarde Euro nach unten im Vergleich zur vorherigen Erwartung bedeutet.

Die Marginaleinschätzung für das Segmentergebnis, welche ein wesentliches Maß für das operative Geschäftergebnis darstellt, wurde ebenfalls angepasst. Hier rechnet das Management nun mit einer Spanne von einem niedrigen bis mittleren Zwanziger-Prozentsatz statt der zuvor angepeilten 24 Prozent. Diese Revisionen spiegeln auch die Annahme eines schwächeren Euro gegenüber dem Dollar wider; Infineon setzt einen Wechselkurs von 1,10 statt 1,05 an.

Diese neuen Zahlen enttäuschen die Erwartungen der Analysten und folgen einem Trend: Mehrere Wettbewerber äußerten sich in der jüngsten Vergangenheit bereits pessimistischer zur aktuellen Marktlage. Hanebeck gibt zu bedenken, dass eine Nachfragebelebung in den Bereichen Consumer, Kommunikation, Computing sowie IoT erst in der zweiten Jahreshälfte erwartet wird, woraus sich für das zweite Geschäftsquartal eine eher gedämpfte Prognose ableitet. Hierbei wird ein Umsatz von 3,6 Milliarden Euro und eine Segmentergebnismarge von 18 Prozent antizipiert, Zahlen, die merklich von den Prognosen der Marktexperten abweichen. Rückblickend sank der Umsatz im ersten Geschäftsquartal bereits um elf Prozent auf 3,7 Milliarden Euro, zusammen mit einer Reduktion der Segmentergebnismarge von 25,2 auf 22,4 Prozent. In einer ersten Reaktion gab die Aktie des Halbleiterherstellers vorbörslich um über fünf Prozent nach.