25. Februar, 2024

Märkte

Immobilienmarkt erlebt historischen Preissturz – Das Ende einer Ära

Immobilienmarkt erlebt historischen Preissturz – Das Ende einer Ära

Eine bemerkenswerte Wende erlebt der Immobilienmarkt im Jahr 2023: Die zuvor unaufhaltsame Preisrallye von Häusern und Wohnungen erhält einen herben Dämpfer. Experten berichten von einem bislang unvergleichbaren Tempo im Preisverfall innerhalb des Sektors. Trotzdem sind die Preise von einst hochfliegenden Bewertungen noch nicht auf ein durchgängig realistisches Maß gesunken. Die lange überfälligen Marktberichtigungen lassen auf tieferliegende strukturelle Verschiebungen schließen.

Auslöser der einstigen Preisspirale war die ultralockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die seit 2014 die Nullzinsphase etablierte. Immobilienfinanzierungen waren für viele erschwinglich wie nie zuvor, was wiederum zu einer erhöhten Bereitschaft bei den Verkäufern führte, die Preisforderungen weiter anzuziehen. Insbesondere auf dem deutschen Markt, gekennzeichnet durch eine steigende Bevölkerungszahl und zahlreiche Mieter mit dem Wunsch nach Wohneigentum, führte diese Entwicklung zu einem regelrechten Preisboom.

Diese Dynamik erfuhr jedoch eine abrupte Kehrtwende durch schnell ansteigende Zinsen infolge der Energiepreiskrise. Die Kombination von hohen Zinsen und hohen Immobilienpreisen stellt für Kaufinteressenten eine doppelte Hürde dar – eine Konstellation, die für viele untragbar ist. Immobilienfinanzierungen stehen zunehmend auf wackligen Beinen. Marktbeobachter prognostizieren, dass die Rückkehr zu einem geordneten und stabilen Immobilienmarkt noch eine Weile auf sich warten lassen wird.

Die Beendigung der Preishausse im Immobilienmarkt ist somit ein Signal für eine Neuordnung, deren vollständige Auswirkungen und Dauer zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht absehbar sind.