29. Februar, 2024

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Immobilienkrise zwingt Deutsche Pfandbriefbank zu erhöhter Risikovorsorge

Immobilienkrise zwingt Deutsche Pfandbriefbank zu erhöhter Risikovorsorge

In den Händen der Immobilienfinanzierungsspezialisten der Deutschen Pfandbriefbank hat die Turbulenz am Immobilienmarkt deutlichere Konturen angenommen. Das vierte Quartal des Jahres 2023 fand das Unternehmen in einer Phase verstärkter Rückstellungen wieder, da sich die Notwendigkeit zeigte, die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle zu intensivieren. Die Entwicklungen präsentierten sich unerwartet aus Garching, wo die Nachrichten zu diesem Finanzjustierungsvorgang durchdrangen. Die Notwendigkeit dieser finanziellen Absicherungen erhielt ihre Bestätigung durch den im November scheidenden Vorstandsvorsitzenden Andreas Arndt. Unter seiner Führung wurden die Gewinnprognosen, die von den komplexen Herausforderungen in Verbindung mit notleidenden Krediten im amerikanischen Markt belastet wurden, bereits revidiert. Gemäß den präliminarischen Daten berichtet die Deutsche Pfandbriefbank von einem Vorsteuergewinn in Höhe von 90 Millionen Euro für das gesamte Jahr 2023, womit sich das Institut am unteren Rand der zurückgeschraubten Erwartungen positioniert. Die Ausweitung der Vorsorgepolitik ist in den Zahlen des vierten Quartals erkennbar. Nach einer initialen Rückstellung von 104 Millionen Euro in den ersten drei Quartalen, verzeichnete die Bank bis zum Jahresende eine Zunahme dieser Rücklagen auf eine Größenordnung von 210 bis 215 Millionen Euro. Investoren zeigten sich von dieser Entwicklung zunächst erschüttert, was sich in einem Rückgang der Aktie der Pfandbriefbank um sechs Prozent widerspiegelte. Doch nachdem die Nachrichten publik wurden, erholte sich das Wertpapier wieder teilweise und verzeichnete lediglich einen Wertverlust von 0,8 Prozent.