23. Juni, 2024

Wirtschaft

Ifo-Institut kritisiert Rentenpolitik der Bundesregierung scharf

Ifo-Institut kritisiert Rentenpolitik der Bundesregierung scharf

Die Bundesregierung sieht sich mit scharfer Kritik des Ifo-Instituts konfrontiert, das ihre Rentenpolitik als „fatal“ bezeichnet. Vor dem Hintergrund demografischer Veränderungen sei das aktuelle Rentenniveau von 48 Prozent und das Aussetzen des Nachhaltigkeitsfaktors nicht mehr zeitgemäß, erläuterte Ifo-Experte Niklas Potrafke. Die deutsche Bevölkerung altert, und infolgedessen müssen immer weniger junge Menschen für die Rentenversorgung einer wachsenden Anzahl älterer Menschen aufkommen. Dies erfordert laut Potrafke eine gedrosselte Anhebung der Renten.

Das jüngst geschnürte Rentenpaket der regierenden Koalition führt zu zusätzlichen Steuerzuschüssen für die Rentenkassen. Diese finanziellen Mittel könnten jedoch für dringend benötigte Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Verteidigung genutzt werden. Potrafke hält eine Anpassung des Renteneintrittsalters an die steigende Lebenserwartung für zwingend notwendig. Da die Bevölkerung immer älter wird, sollte auch der Zeitpunkt des Renteneintritts nach hinten verschoben werden. Diese Realität würde seit Jahren sowohl in der Gesellschaft als auch in der politischen Debatte aus dem Blickfeld verdrängt.