21. Juni, 2024

Politik

Hochwasser in Bayern: Ministerpräsident Söder fordert verpflichtende Elementarschadensversicherung

Hochwasser in Bayern: Ministerpräsident Söder fordert verpflichtende Elementarschadensversicherung

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht die bayerischen Katastrophenschutzbehörden noch bis zur Wochenmitte stark gefordert. Obwohl die Wasserstände leicht sänken, könne bisher keine vollständige Entwarnung gegeben werden, so Söder im Deutschlandfunk. Selbst wenn der Regen aufhöre, stiegen aufgrund der Zuflüsse weiterhin die Pegelstände der großen Flüsse. „Die meisten Experten gehen davon aus, dass die Situation bis Mittwoch oder Donnerstag andauern wird“, betonte Söder. Daher sei es nun wichtig, die erschöpften Einsatzkräfte durch Personal aus ganz Bayern und anderen Bundesländern zu entlasten.

Söder erläuterte weiter, dass sowohl Land als auch Bund zusammenarbeiten müssten, um die erheblichen Schäden in den betroffenen Regionen zu beheben. In diesem Kontext erneuerte er im Deutschlandfunk und im Radiosender Bayern 2 des Bayerischen Rundfunks seine Forderung nach einer Pflichtversicherung für Immobilieneigentümer. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir eine Elementarschadensversicherung benötigen“, erklärte er.

Diese Pflichtversicherung solle sicherstellen, dass sich keiner der Verantwortung entziehen könne und gleichzeitig niemand aufgrund eines hohen Risikos ohne Versicherungsschutz dastehe. Söder plädierte dafür, dass diese verpflichtende Versicherung auf der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz beschlossen wird. Freiwilligkeit sei zwar in vielen Bereichen wünschenswert, doch in diesem Fall sei eine Pflichtlösung notwendig. „Es ist nicht möglich, dass der Staat diese Schäden kontinuierlich ersetzt. Wir benötigen einen grundlegenden Schutz“, so Söder abschließend.