17. Juli, 2024

Wirtschaft

Hitzewelle und Stromausfall in Houston: Ein Rückblick auf den verheerenden Hurrikan Beryl

Hitzewelle und Stromausfall in Houston: Ein Rückblick auf den verheerenden Hurrikan Beryl

Die ungewöhnlich starke Hitze in Houston gepaart mit den Nachwirkungen des Hurrikans Beryl hinterlassen die Millionenstadt in einem beispiellosen Stromausfall. Laut dem Vizegouverneur des Bundesstaates handelt es sich um die größte Unterbrechung der Stromversorgung, die die Stadt jemals erlebt hat.

Der Sturm hinterließ rund 2,7 Millionen Haushalte und Betriebe ohne Strom, insbesondere im Großraum Houston und umliegenden Gebieten. Trotz des Versprechens von CenterPoint Energy, bis Mittwochabend eine Millionen Kunden wieder ans Netz zu bringen, blieben große Teile der viertgrößten Stadt der Nation weiterhin dunkel.

Dieses Ereignis stellt drängende Fragen zur Vorbereitungsfähigkeit der Stadt, die nur 50 Meilen von der Golfküste entfernt liegt, auf zukünftige Unwetter. Klimaforscher prognostizieren eine zunehmende Häufigkeit solcher Stürme, was eine nachhaltigere Infrastruktur fordern könnte. "Dass ein Hurrikan der Kategorie 1 zu mehr als einer Million Stromausfällen führt, zeigt den dringenden Bedarf an Investitionen in die Widerstandsfähigkeit," sagte Wei Due, Energieexperte bei PA Consulting und ehemaliger leitender Analyst und Ingenieur bei Con Edison.

Beryl selbst war kein besonders starker Sturm, als er am frühen Montagmorgen auf Land traf. Doch seine Wucht war groß genug, um Bäume in Stromleitungen zu reißen und zehn Übertragungsmasten zu Fall zu bringen.

Am späten Dienstagabend waren immer noch etwa 1,5 Millionen Kunden von CenterPoint Energy ohne Strom und hatten wenig Aussicht darauf, wann dieser wiederhergestellt werden würde. Innerhalb der Nachbarschaften kursierten Berichte über flackernde Lichter in Gruppenchats, die Hoffnung auf Fortschritte weckten. Viele teilten Karten von geöffneten Whataburger-Filialen und nutzten diese als Indikator für verfügbare Stromversorgung, da die Informationen des Versorgers lückenhaft blieben.