In einem bemerkenswerten Akt politischer Frühstart haben CNN-Moderatoren Jake Tapper und Dana Bash die Zusage von Präsident Biden sowie dem ehemaligen Präsidenten Donald J. Trump erhalten, sich bereits am 27. Juni einem Fernseh-Duell zu stellen. Dieses Datum markiert eines der frühesten Präsidentschaftsdebatten, die je angesetzt wurden. Dieser Schritt wurde realisiert ohne die Beteiligung der Kommission für Präsidentschaftsdebatten, die fast vier Jahrzehnte das Format beherrschte, eine Premiere in der jüngeren politischen Geschichte der USA.
Zur Verwunderung mancher Beobachter findet die Auseinandersetzung in den Studios von CNN in Atlanta statt, in mehr als nur symbolischer Nähe zum Fulton County Gefängnis, wo Trump im Zuge einer Strafverfolgung wegen seines Versuchs, das Wahlergebnis 2020 anzufechten, registriert wurde. Besondere Merkmale dieser anstehenden Debatte schließen die fehlende physische Zuhörerschaft mit ein, was eine Forderung des Teams von Biden war, um eventuelle Störungen wie Applaus oder Buhrufe zu unterbinden. Zusätzlich sollen die Mikrofone der Kandidaten abgeschaltet werden, sobald ihre zugewiesene Redezeit verstrichen ist.
Die Diskussion selbst wird in einem der entscheidenden Swing-States stattfinden – in Georgia, wo Biden im Jahr 2020 mit einem knappen Vorsprung von 11.779 Stimmen gewann.
Neben den bereits etablierten Schwergewichten in der politischen Arena deutet sich an, dass der unabhängige Präsidentschaftskandidat Robert F. Kennedy Jr. ebenfalls auf der Bühne stehen könnte, sofern er bestimmte Kriterien erfüllt. CNN hat Richtlinien festgelegt, nach denen Drittkandidaten in mindestens vier nationalen Umfragen, die von dem Netzwerk anerkannt sind, mindestens 15 Prozent Zustimmung erreichen müssen. Mr. Kennedy hat bereits jetzt in zwei solchen Umfragen – von CNN und der Quinnipiac Universität – die Hürde von 15 Prozent übertroffen und hat nun noch fünf Wochen Zeit, zwei weitere qualifizierende Umfragen zu erlangen.