19. April, 2024

Wirtschaft

HHLA präsentiert Gewinnrückgang für 2023 – Konjunkturelle Eintrübungen belasten

HHLA präsentiert Gewinnrückgang für 2023 – Konjunkturelle Eintrübungen belasten

Die Hamburger Hafen und Logistik AG wird ihre detaillierten Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr 2023 heute vorlegen und sieht sich dabei mit einem Rückgang des operativen Gewinns konfrontiert. Vorab veröffentlichte Zahlen offenbaren, dass das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) nur noch bei 109 Millionen Euro liegt – und damit signifikant hinter den ursprünglichen Prognosen sowie dem Vorjahresergebnis von 220 Millionen Euro zurückbleibt. Experten hatten mit einem Ebit im Bereich zwischen 115 und 135 Millionen Euro gerechnet. Angela Titzrath, die an der Spitze der HHLA steht, hat die Gründe für diese Entwicklung benannt: Als Belastungsfaktoren für die Gesamtwirtschaft und speziell für die Logistikbranche führte sie den Krieg in der Ukraine, eskalierende geopolitische Spannungen sowie steigende Inflationsraten und Zinsen an. Diese globalen Unsicherheiten hätten auch die Geschäftsentwicklung der HHLA im Jahresverlauf deutlich eingetrübt. Zahlenmäßig spiegelt sich dies in einem konzernweiten Rückgang des Containerumschlags um 7,5 Prozent wider, der in den Hamburger Terminals insgesamt 5,9 Millionen Standardcontainer (TEU) erreichte. Für die heimischen Containerterminals allein wurde eine Reduktion von 6,3 Prozent ermittelt. Darüber hinaus verzeichnete das Unternehmen eine Verringerung des Transportvolumens um 5,4 Prozent auf 1,6 Millionen TEU. In Zeiten wirtschaftlicher Turbulenzen und veränderter Marktbedingungen steht die HHLA somit vor der Herausforderung, ihre Geschäftsstrategien anzupassen und auf eine sich wandelnde Weltwirtschaft zu reagieren.