24. Mai, 2024

Wirtschaft

HHLA erleidet Verluste trotz Containerumschlaganstieg

HHLA erleidet Verluste trotz Containerumschlaganstieg

Die anhaltenden Krisen und steigenden geopolitischen Spannungen setzen der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) sichtlich zu. Im ersten Quartal diesen Jahres musste der Hafenlogistiker einen Verlust hinnehmen, beeinträchtigt durch gestörte Lieferketten und eine schleppende Konjunktur. Die Herausforderungen resultierten unter anderem aus militärischen Auseinandersetzungen im Roten Meer zu Beginn des Jahres, die zu erheblichen Verspätungen und dem Ausfall von Schiffen in europäischen Häfen und somit Beeinträchtigungen im Hinterlandverkehr führten.

Trotz dieser widrigen Umstände legte der Containerumschlag im Jahresvergleich um 3,3 Prozent auf nahezu 1,5 Millionen Standardcontainer (TEU) zu. Allerdings konnte dieser Zuwachs die finanziellen Einbußen nicht ausgleichen. Mit einem Umsatz von circa 364 Millionen Euro blieb die Gesellschaft auf Vorjahresniveau, musste aber einen Rückgang des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern um fast ein Viertel auf 17,4 Millionen Euro verkraften. Unterm Strich resultierte daraus ein Nettoverlust von 1,1 Millionen Euro – im Vorjahresvergleich ein Abfall gegenüber dem damaligen Gewinn von 2,8 Millionen Euro.

Ungeachtet der aktuellen Entwicklungen hält der Vorstand an seiner Jahresprognose fest und blickt weiterhin auf einen moderaten Umsatzanstieg sowie ein Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) zwischen 85 und 115 Millionen Euro für das Jahr 2024.

Angesichts der kürzlich verzeichneten schlechtesten Bilanz seit nahezu anderthalb Jahrzehnten verspricht die angekündigte Partnerschaft mit der Mediterranean Shipping Company (MSC) neue Stabilität für den Hamburger Hafen. Das Joint-Venture, geführt von der Stadt Hamburg und der italienischen Reederei MSC, soll der HHLA künftig zu einer erfolgreichen Zukunft verhelfen, wobei die Stadt Hamburg weiterhin eine knappe Mehrheit von 50,1 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen halten wird.