12. Juli, 2024

Wirtschaft

Herausforderung für Northvolt: Expansionspläne auf dem Prüfstand

Herausforderung für Northvolt: Expansionspläne auf dem Prüfstand

Der schwedische Batteriehersteller Northvolt nimmt seine Expansionspläne erneut unter die Lupe – auch in Deutschland. Trotz potenzieller Verzögerungen und Anpassungen am Bauprojekt in Heide, Schleswig-Holstein, bleibt die Errichtung des Werks jedoch unbedroht, versicherte ein Unternehmenssprecher. Die Entscheidung von BMW, einen Auftrag im Wert von zwei Milliarden Euro zurückzuziehen, hat keine konkreten Folgen für das Heide-Projekt.

Das Unternehmen plant weiterhin, jährlich bis zu eine Million Batteriezellen für Elektroautos in Heide zu produzieren. Der Bau, ein 4,5-Milliarden-Euro-Projekt, wurde von Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) Ende März feierlich gestartet. Nach Fertigstellung sollen in der neuen Fabrik 3000 Arbeitsplätze entstehen. Bund und Land fördern das Vorhaben großzügig mit rund 700 Millionen Euro, wobei weitere mögliche Garantien über 202 Millionen Euro noch ausstehen.

Northvolts Deutschlandchef Christofer Haux und weitere Vertreter stehen heute in Malmö im Dialog mit Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses des schleswig-holsteinischen Landtags, um über die aktuelle Situation zu berichten. Vorangegangen war ein Interview des Northvolt-Chefs Peter Carlsson in „Dagens industri“, in dem er die aggressive Expansionsstrategie des Unternehmens revidierte.

Die Äußerungen Carlssons hatten die Landesregierung in Schleswig-Holstein überrascht. Staatskanzlei-Chef Dirk Schrödter berichtete, dass man daraufhin unverzüglich den Kontakt zu Northvolt Deutschland gesucht habe. Die Geschäftsführung habe der Landesregierung jedoch die volle Unterstützung für den Standort Heide zugesichert und bestätigt, dass die Bauarbeiten planmäßig voranschreiten.