25. Februar, 2024

Politik

Herausforderung für Modis Regierung: Indische Bauern protestieren für faire Preise

Herausforderung für Modis Regierung: Indische Bauern protestieren für faire Preise

In der indischen Landwirtschaft gärt es erneut. Nach massiven Protesten in den vergangenen Jahren haben sich Bauern auf den Weg gemacht, um erneut auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen. Laut aktuellen Fernsehberichten setzte die Polizei in einer konfrontativen Geste Tränengas und errichtete massive Barrikaden, um eine erneute Belagerung der Hauptstadt Neu-Delhi durch protestierende Landwirte zu verhindern. Diese drängen auf eine Anhebung der Mindestpreise für Agrarprodukte und verlangen umfassende finanzielle Unterstützung.

Die Erinnerung an die Großproteste der Jahre 2020 und 2021, als Tausende von Bauern gegen die Agrarreformen der Modi-Regierung streikten und letztendlich einen Rückzug der kontroversen Gesetze erreichten, ist noch immer lebendig. Das jetzige Aufbegehren fällt in eine politisch sensible Zeit - nur wenige Monate vor den anstehenden Parlamentswahlen.

Die diesjährige Mobilisierung fällt zwar geringer aus, was die Unterstützung durch Bauerngewerkschaften angeht, doch darf die politische Bedeutung der Landwirte nicht unterschätzt werden: Mehr als die Hälfte der indischen Bevölkerung ist in der Landwirtschaft tätig, was die Bauern zu einer Schlüsselwählerschaft macht. Die Wiederholung einer politischen Niederlage, wie sie Premierminister Narendra Modi in der Vergangenheit hinnehmen musste, könnte mit anstehenden Wahlen empfindliche Folgen für seine Regierung bedeuten.