13. April, 2024

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Herausfordernder Start für Douglas an der Börse

Herausfordernder Start für Douglas an der Börse

Die Handelsplattform Xetra meldet einen holprigen Auftakt für die Aktien von Douglas. Die Parfümeriekette, bekannt für Düfte und Kosmetikprodukte, erlebte bei ihrem Börsendebüt zunächst einen Kurs unterhalb des Ausgabewertes und verzeichnete daraufhin weiter fallende Preise. Nach dem Einstiegswert von 25,50 Euro sank das Wertpapier zeitweilig auf 23,42 Euro und verfehlte somit deutlich den festgesetzten Ausgabepreis von 26 Euro. Schon dieser Ausgabepreis war an der geringeren Grenze der ursprünglich definierten Spanne bis zu 30 Euro angesiedelt, was auf eine vorsichtige Herangehensweise an den Börsenstart hindeutet.

Vor dem Börsengang wurden etwa ein Drittel der Unternehmensanteile für den Handel freigegeben, die Mehrheit verbleibt jedoch unter der Kontrolle der Vorbesitzer – der Private-Equity-Firma CVC und der Unternehmerfamilie Kreke halten die Führung. Von besonderem Interesse ist, dass CVC weiterhin den Hauptanteil am Aktienkapital besitzt.

Douglas war bereits bis 2013 an der Börse notiert und gehörte in dieser Zeit dem MDax an. Anschließend wechselte das weniger auf einzelne Produktbereiche spezialisierte Unternehmen nach einer Übernahme durch Advent und die Familie Kreke in Privatbesitz, um sich neu zu orientieren. 2015 trat CVC als dominanter Gesellschafter auf den Plan.

Mit einer voluminösen Präsenz von 1850 Filialen in 22 europäischen Ländern und einer Belegschaft von etwa 18.000 Mitarbeitern sieht Douglas einem expansiven Horizont entgegen: Es sind Pläne in Gang, bis zum Ende des Geschäftsjahres 2025/2026 über 200 neue Filialshops zu eröffnen, davon ein bedeutender Teil in Zentral- und Osteuropa, während parallel dazu 400 Standorte einer Modernisierung unterzogen werden sollen.