22. Februar, 2024

Wirtschaft

Herausfordernde Zeiten voraus - Fahrradbranche setzt Segel gegen den Gegenwind

Herausfordernde Zeiten voraus - Fahrradbranche setzt Segel gegen den Gegenwind

Die Akteure der Fahrradindustrie bereiten sich auf eine herausfordernde neue Saison vor, die von Unsicherheiten und möglichen wirtschaftlichen Rückschlägen gezeichnet ist. Dies verkündete Anke Schäffner vom Fahrradindustrieverband ZIV in einer kürzlich abgehaltenen Pressekonferenz. Die Situation ist zwar angespannt, doch sie spricht nicht von einer drohenden Insolvenzwelle. Stattdessen steht die Branche vor der Aufgabe, zu große Lagerbestände zu reduzieren, die seit dem vergangenen Jahr die Nachfrage übersteigen.

Trotz des Booms zu Zeiten der Corona-Pandemie, sieht sich der Markt gegenwärtig einem Wandel gegenüber. Händler und Hersteller versuchen mit hohen Rabatten gegenzusteuern und müssen zugleich finanziellen Turbulenzen standhalten. Schäffner deutet darauf hin, dass sich die Lage voraussichtlich zum Ende des Jahres oder zu Beginn des Jahres 2025 entspannen könnte. Besonderes Augenmerk gilt den Komponentenherstellern, deren Geschäft mit zeitlichem Verzug wieder Fahrt aufnehmen dürfte.

Darüber hinaus ruhen die Hoffnungen der Branche auf günstigen Wetterbedingungen zu Beginn der Saison, wie Uwe Wöll vom Verbund Service und Fahrrad (VSF) hervorhebt. Das Klima hat direkten Einfluss auf den Marktaufschwung. Langfristig gesehen, sei es aber essenziell, dass politische Weichenstellungen erfolgen. Nachdrücklich weisen Verbände und Unternehmen auf die Bedeutung einer passenden Infrastruktur hin, um dem Fahrrad als Verkehrsmittel größere Beliebtheit zu verschaffen.