13. April, 2024

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Hensoldt-Aktien auf Höhenflug nach Geschäftsberichtsveröffentlichung

Hensoldt-Aktien auf Höhenflug nach Geschäftsberichtsveröffentlichung

Ein kräftiger Aufwärtstrend bei den Aktien von Hensoldt bescherte Anlegern am Freitag spürbare Gewinne. Nachdem der Rüstungselektronikspezialist seinen jüngsten Geschäftsbericht veröffentlicht hatte, schossen die Werte um beachtliche 7,6 Prozent nach oben und erreichten mit 37,28 Euro ihren höchsten Stand seit beinahe einem Jahr. Eine solche Entwicklung lässt Investoren das letzte Jahresquartal vergessen, in dem die Aktien bis auf etwa 24 Euro einbrachen.

Zwar konnte das Niveau vom Vormittag nicht ganz gehalten werden, dennoch verzeichneten die Papiere am Nachmittag immerhin einen Zuwachs von 6,5 Prozent, was einem Kurs von 36,90 Euro entspricht. Mit diesem Anstieg zählt Hensoldt im laufenden Jahr zu den Spitzenreitern im MDax und verzeichnet ein Plus von knapp über 50 Prozent.

Die Konkurrenz in Form von Rheinmetall bleibt dennoch unerreicht. Die Aktien des Düsseldorfer Unternehmens überschritten zum Wochenausklang die 500-Euro-Marke und halten als führender Dax-Wert einen Zuwachs von 75 Prozent im laufenden Jahr.

Die Unternehmensstrategie von Hensoldt sieht vor, die Übernahme des Elektronikspezialisten ESG in den anstehenden Tagen erfolgreich abzuschließen und daraufhin die Jahresprognose entsprechend anzupassen. Rüstungskonzerne wie Hensoldt verzeichnen seit dem Beginn des Ukraine-Konflikts außerordentliches Wachstum; ihre Aktien erfuhren eine Verdreifachung, während Rheinmetall sogar auf eine Verfünffachung blicken kann.

Vom Börsengang im Herbst 2020, als die Aktien noch zu jeweils 12 Euro ausgegeben wurden, bis zu Russlands Angriff auf die Ukraine verharrten die Kurse auf diesem Level - nun deutet sich ein regelrechter Höhenflug an. Im April letzten Jahres wurde mit 37,54 Euro der bislang höchste Stand erreicht.

Mit einer aktuellen Börsenbewertung von 4,3 Milliarden Euro und der Notierung im MDax ist Hensoldt eine etablierte Größe am Markt. Etwa ein Viertel der Anteile befinden sich im Besitz des Staats, während nahezu 23 Prozent im Eigentum des italienischen Rüstungsherstellers Leonardo liegen.

Auch für die Titel von Renk, einem Neuling an der Börse, ging es aufwärts. Mit einem Anstieg von über vier Prozent auf 27,92 Euro setzten sie ihre positive Entwicklung fort. Zwar konsolidierten die Aktien des Panzergetriebeherstellers in den letzten Tagen und liegen noch unter ihrem Februar-Höchststand von beinahe 30 Euro, dennoch haben sie seit dem Börsengang zu Beginn des Februars um beeindruckende 86 Prozent zugelegt.