18. Juli, 2024

Wirtschaft

Heckler & Koch: Rückläufige Gewinne trotz Umsatzsteigerung im ersten Quartal 2024

Heckler & Koch: Rückläufige Gewinne trotz Umsatzsteigerung im ersten Quartal 2024

Deutschlands führender Hersteller von Handfeuerwaffen, Heckler & Koch, sieht sich im ersten Quartal 2024 mit einem signifikanten Gewinnrückgang konfrontiert. Laut einer Mitteilung des Unternehmens sank der Nettogewinn auf 2,4 Millionen Euro und erreichte damit lediglich ein Viertel des Vorjahreswertes. Im ersten Quartal 2023 hatte der Gewinn noch bei 10 Millionen Euro gelegen.

Interessanterweise stieg der Umsatz im gleichen Zeitraum um 1,8 Millionen auf 75,0 Millionen Euro. Diese Entwicklung deutet auf eine geringere Rentabilität des Unternehmens hin. Ein Sprecher führte die Ergebnisverschlechterung auf saisonale Schwankungen zurück und versprach eine positive Entwicklung im zweiten Quartal, ohne jedoch konkrete Zahlen zu nennen.

Heckler & Koch lädt diesen Dienstag zur Hauptversammlung in Rottweil ein und präsentiert sich als bedeutender Hersteller von Handfeuerwaffen wie Sturmgewehren, Maschinengewehren und Pistolen. In den vergangenen Jahren zeigte das Unternehmen Aufwärtstrends, insbesondere ab 2018. Das beste Geschäftsjahr wurde 2022 verzeichnet, wohingegen 2023 der Nettogewinn um 43 Prozent auf 28,7 Millionen Euro sank.

Der Fokus westlicher Staaten während des Ukraine-Konflikts auf größere Militärgeräte und Munition hat dieser Status-Quo nicht wesentlich geändert. Unternehmen wie Rheinmetall profitierten deutlicher vom Nachfrageanstieg, da Kleinwaffen weniger nachgefragt wurden.

Eine bemerkenswerte Ausnahme bildet Dynamit Nobel Defense (DND), das 13.000 Panzerfäuste an die Ukraine lieferte. Heckler & Koch blieb hingegen mit 100 Granatmaschinenwerfern, 100 Maschinengewehren und 500 Pistolen in seiner Unterstützung eher zurückhaltend. Der Mitbewerber C.G. Haenel aus Thüringen stellte etwa 2200 Gewehre zur Verfügung.

Trotz der geringen Beteiligung an direkter Ukraine-Hilfe hat die zunehmende sicherheitspolitische Bedrohung seit 2014 zu erhöhten Bestellungen von Staaten wie Norwegen geführt.