24. Juli, 2024

Wirtschaft

Handwerksbranche schlägt Alarm: Steigende Kosten und sinkende Umsätze

Handwerksbranche schlägt Alarm: Steigende Kosten und sinkende Umsätze

Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich auf zukünftig höhere Preise für Handwerksleistungen einstellen. Handwerkspräsident Jörg Dittrich erklärte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, dass sowohl die Kosten als auch die Löhne im Handwerkssektor steigen, während die Umsätze leicht zurückgingen. Dittrich sprach Verständnis für die zunehmenden Anfragen aus, warum Handwerksdienstleistungen so teuer geworden sind. Diese Besorgnis werde auch innerhalb der Handwerksbranche geteilt, da das Handwerk auf Kunden angewiesen sei, die sich die Dienstleistungen und Produkte leisten können. Drohen die Preise für Handwerkerleistungen unerschwinglich zu werden, bestünde die Gefahr, dass entweder Dienstleistungen verschwinden oder die Schwarzarbeit vermehrt werde. Laut Dittrich wäre dies weder im Interesse des Handwerks noch der Gesellschaft insgesamt. Besonders betroffen seien lohnintensive Branchen wie die Friseure, die unter den steigenden Sozialabgaben leiden. Das Handwerk sei hier besonders benachteiligt. Daher sei es entscheidend, dass der Faktor Arbeit entlastet werde. Dittrich betonte, das Handwerk warne seit Jahren davor, dass die Sozialversicherungsbeiträge außer Kontrolle geraten könnten, sollten die Finanzierungsmechanismen nicht grundlegend reformiert werden. Innerhalb der Branche herrsche eine spürbare Sorge vor einem schleichenden Niedergang. Fehlende Verlässlichkeit in politischen Entscheidungen und mangelnde Planungssicherheit hielten viele Handwerksbetriebe von notwendigen Investitionen ab. Dabei seien es genau diese privaten Investitionen, die in großem Umfang benötigt würden, um die Konjunktur wieder anzukurbeln.