15. Juli, 2024

Wirtschaft

Hamburger Hafen lahmgelegt: Verdi erhöht Druck auf Arbeitgeber

Hamburger Hafen lahmgelegt: Verdi erhöht Druck auf Arbeitgeber

Ein großflächiger Warnstreik hat den Hamburger Hafen erneut stillgelegt. "Der Ausstand hat planmäßig mit Beginn der Frühschicht um 6.30 Uhr begonnen", informierte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Die Beschäftigten setzen den Arbeitskampf zunächst dezentral in ihren Betrieben fort, ehe für Mittwoch eine Demonstration angesetzt ist. Mit den ganztägigen Warnstreiks in Hamburg und weiteren Aktionen in Bremerhaven möchte die Gewerkschaft Verdi die laufenden Tarifverhandlungen für Hafenarbeiter intensivieren. Am Dienstag und Mittwoch soll das Hafenpersonal in Hamburg und Bremerhaven den Betrieb lahmlegen. Verdi kündigte an, dass rund 3.200 Beschäftigte aus Bremen und Bremerhaven ab Dienstagnachmittag streiken werden. Die Gewerkschaft hat konkrete Forderungen gestellt: Eine Lohnerhöhung von drei Euro pro Stunde, rückwirkend zum 1. Juni, sowie entsprechend angepasste Schichtzuschläge bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Bereits im Juni hatten mehrere norddeutsche Häfen, darunter Hamburg, ähnliche Warnstreiks erlebt. Die nächste Verhandlungsrunde zwischen Verdi und dem Zentralverband der Deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) ist für den 11. und 12. Juli in Bremen angesetzt.