21. Juni, 2024

Politik

Halbinsel Krim Ziel ukrainischer Raketenschläge – Tote und Verletzte gemeldet

Halbinsel Krim Ziel ukrainischer Raketenschläge – Tote und Verletzte gemeldet

Bei jüngsten Angriffen der ukrainischen Streitkräfte auf die Krim sind Berichten des Krim-Regierungschefs Sergej Aksjonow zufolge mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Geschosse trafen die Region um Simferopol, während Bewohner von Explosionsgeräuschen auch aus den Gebieten nahe Aluschta und Jalta berichten. Im sozialen Netzwerk Telegram wird von bedeutenden Abwehroperationen der russischen Luftabwehr gesprochen. Von ukrainischer Seite blieben offizielle Kommentare bislang aus.

Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 richtet sich die Verteidigungsstrategie Kiews vermehrt gegen militärische Einrichtungen auf der Halbinsel, einschließlich Angriffe auf die russische Schwarzmeerflotte.

In seinem täglichen Videoappell machte sich Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einem tödlichen Beschuss Charkiws für eine Stärkung der ukrainischen Flugabwehr stark. Zahlreiche Todesopfer und Verletzte waren die Folge der jüngsten Angriffswelle. Selenskyj wies auf die anhaltenden Limitationen der ukrainischen Verteidigung hin und verkündete den Abschuss eines russischen Su-25-Kampfjets.

Die geopolitische Spannung wächst weiter, nachdem Moskau von den Vereinigten Staaten gefordert hat, der Ukraine keine Angriffe mit US-Waffensystemen auf russisches Territorium zu gestatten. Dmitri Peskow, Sprecher des Kreml, bezeichnete entsprechende Überlegungen als "absolut unverantwortlich". Diese Reaktion folgt auf Mutmaßungen, US-Außenminister Antony Blinken könne Präsident Joe Biden zu einer Aufhebung der Beschränkungen für Waffenlieferungen bewegen.

Als Gegenreaktion auf die Konfiskation russischer Werte in den USA hat Präsident Wladimir Putin ein Dekret zur Beschlagnahmung amerikanischer Vermögenswerte in Russland erlassen. Ziel ist die Kompensation der Schäden durch als feindselig empfundene US-Aktionen.

Ein wichtiger diplomatischer Termin steht an: Kremlchef Putin plant ein Treffen mit dem belarussischen Staatsführer Alexander Lukaschenko am Freitag.