13. April, 2024

Wirtschaft

Halberstädter Würstchentradition gerettet: Neugründung sichert Arbeitsplätze

Halberstädter Würstchentradition gerettet: Neugründung sichert Arbeitsplätze

Die berühmte Halberstädter Würstchenproduktion bleibt trotz des Insolvenzverfahrens der Halko GmbH unversehrt – sowohl die Arbeitsplätze als auch das Markenerbe stehen weiterhin fest im sächsischen Boden. In einem beherzten Schritt hat die betroffene Unternehmerfamilie reagiert und eine neue Gesellschaft ins Leben gerufen, die nahtlos den Betrieb samt der Belegschaft fortführt. Mit 57 Mitarbeitenden wird in der neu gegründeten Organisation die Wurstproduktion aufrechterhalten, die ein wichtiger Bestandteil der Halberstädter Würstchen- und Konservenfabrik-Gruppe ist. Insgesamt zählt das Unternehmen, das seine Wurzeln tief in der mitteldeutschen Geschichte verankert hat und auf eine fast 140 Jahre währende Tradition zurückblickt, 164 Angestellte.

Diese tradierte Bindung an die Region zeigt sich unerschütterlich, auch nachdem im Dezember das Unternehmen in schwieriges Fahrwasser geraten war und ein vorläufiges Insolvenzverfahren einleiten musste. Ursächlich für diese Notlage waren umschwierige Liquiditätsprobleme, welche durch die herrschenden marktpolitischen Herausforderungen verschärft wurden. Die Verantwortlichen beteuern jedoch, dass die Produktion ungehindert weitergegangen ist – ein deutliches Zeichen für die Stabilität und das Durchhaltevermögen des Traditionsbetriebs.

Mit dieser Neugründung ist nicht nur ein Abschnitt deutscher Ernährungskultur gesichert, sondern auch das soziale Gefüge eines Unternehmens, das mit seinen Produkten und seinem Engagement fest in der lokalen Gemeinschaft verwurzelt ist. Freunde der gepflegten Wurstartikulation dürfen aufatmen: die Legende der Halberstädter Würstchen bleibt erhalten und wird weiterhin aus Sachsen-Anhalt in die Welt getragen.