25. Februar, 2024

Wirtschaft

Haba setzt auf Neuanfang nach Insolvenzverfahren

Haba setzt auf Neuanfang nach Insolvenzverfahren

Das renommierte Unternehmen Haba, bekannt für Spielwaren und Möbel, schlägt ein neues Kapitel auf. Nach Zustimmung der Gläubigerversammlung wird das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, das Haba Ende des vergangenen Jahres angemeldet hatte, Ende Februar abgeschlossen sein. Diese positive Entwicklung signalisiert einen wichtigen Schritt in der im Dezember 2023 eingeleiteten Neuausrichtung des Unternehmens.

Mit einem klaren Fokus auf hochwertige Spielwaren und Spiele zur Entwicklungsförderung, verabschiedet sich Haba vom Möbelproduktionsstandort Eisleben und setzt stattdessen auf eine Verschlankung der Firmenstruktur. Die Stellenreduktion umfasst 500 Positionen, während gleichzeitig rund 1000 Arbeitsplätze am Stammsitz in Oberfranken erhalten bleiben sollen. Betroffene Mitarbeiter haben die Möglichkeit, in eine eigens gegründete Transfergesellschaft zu wechseln, die eine Laufzeit von sechs Monaten aufweist.

Diese Weichenstellung eröffnet Haba die Chance, die Zusammenarbeit mit Kommunen - eine bisherige Haupteinnahmequelle - fortzusetzen und auszubauen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Behörden üblicherweise keine Geschäfte mit insolventen Unternehmen tätigen.

Im Rahmen der strategischen Neuorientierung wird Haba sich ebenfalls auf der Didacta Bildungsmesse in Köln präsentieren. Ziel ist es dort, innovative Produkte zu enthüllen und wertvolle Kontakte mit dem Kundenkreis zu erneuern. Die Messe, die in der dritten Februarwoche stattfindet, bietet eine ideale Plattform für diesen Neustart.