01. März, 2026

Quartalszahlen

Goldgrube über den Wolken: IAG scheffelt Milliarden, während die Kunden wegbleiben

Die British-Airways-Mutter IAG meldet historische Rekordzahlen – trotz sinkender Passagierzahlen. Wie gesunkene Spritkosten und Preisstrategien die Bilanz explodieren lassen.

Goldgrube über den Wolken: IAG scheffelt Milliarden, während die Kunden wegbleiben
IAG-Konzernchef Gallego verkündet Gewinnsprung auf 3,3 Mrd. Euro. Weniger Passagiere, aber höhere Margen treiben das Ergebnis.

Weniger Passagiere führen paradoxerweise zu historischen Rekordgewinnen

Die International Airlines Group (IAG), Muttergesellschaft von Schwergewichten wie British Airways und Iberia, hat eine bemerkenswerte Diskrepanz in ihrer Jahresbilanz offengelegt. Trotz eines Rückgangs der Passagierzahlen verzeichnet der Luftfahrtkonzern einen massiven Gewinnsprung. Dies unterstreicht die Entkopplung von reinem Volumenwachstum und finanzieller Performance im aktuellen Marktumfeld.

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Konkret steigerte die IAG ihren operativen Gewinn vor Sondereffekten um beachtliche 13 Prozent auf gut fünf Milliarden Euro. Der Nettogewinn (Überschuss) wuchs sogar noch dynamischer um 22 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Diese Zahlen markieren ein absolutes Rekordergebnis in der Konzerngeschichte.

Diese Profitabilität steht im direkten Kontrast zur operativen Verkehrsleistung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr beförderten die Konzern-Airlines – zu denen auch Vueling, Aer Lingus und Level gehören – knapp 121,6 Millionen Passagiere. Das entspricht einem Rückgang von 0,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2024. Die Strategie scheint klar: Klasse statt Masse.

„Wir haben Rekordergebnisse erzielt und erwarten für 2026 weitere Steigerungen“, so Konzernchef Luis Gallego.

Sinkende Treibstoffkosten und höhere Ticketpreise stabilisieren die Marge massiv

Die Umsatzanalyse zeigt, dass die Einnahmenseite trotz des Passagierschwunds robust blieb. Der Konzernumsatz kletterte um 3,5 Prozent auf 33,2 Milliarden Euro. Analysten führen dies primär auf durchgesetzte Ticketpreiserhöhungen zurück, die eine gleichzeitig gesunkene Sitzauslastung rechnerisch fast vollständig kompensierten.

Der entscheidende Hebel für die Gewinnexplosion lag jedoch auf der Kostenseite. Die Volatilität der Energiemärkte spielte der IAG in die Hände: Die Treibstoffkosten sanken in der Summe um fast sieben Prozent auf rund 7,1 Milliarden Euro.

Dieser exogene Faktor entlastete die Bilanz signifikant. Allein durch die günstigeren Kerosinpreise ersparte sich der Konzern Ausgaben von mehr als einer halben Milliarde Euro, was direkt auf das operative Ergebnis durchschlug.

Konzernführung prognostiziert anhaltendes Wachstum und Kapazitätsausbau bis 2026

Der Blick in die Zukunft bleibt optimistisch. Das Management unter Luis Gallego plant, das Momentum zu nutzen und das Flugangebot im laufenden Jahr wieder offensiver zu gestalten. Eine Kapazitätsausweitung von drei Prozent ist bereits avisiert.

Langfristig setzt die IAG auf eine Fortsetzung des profitablen Wachstumskurses. Die Erwartungshaltung für 2026 deutet darauf hin, dass die strukturellen Anpassungen und die Kosteneffizienz nachhaltig greifen sollen, unabhängig von kurzfristigen Schwankungen im Passagiervolumen.

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