24. Juli, 2024

Wirtschaft

GfK und NIM: Pause beim Konsumklima – Herausforderungen bleiben bestehen

GfK und NIM: Pause beim Konsumklima – Herausforderungen bleiben bestehen

Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat ihre Erholungspause eingelegt, wie die jüngste Studie der Nürnberger Institute GfK und NIM zeigt. Auf Basis des Konsumklimas haben sowohl die Einkommens- als auch die Konjunkturerwartungen einen Dämpfer erfahren.

Weiterhin ist die Neigung zu umfangreicheren Anschaffungen leicht zurückgegangen, während die ohnehin ausgeprägte Sparneigung erneut gestiegen ist. Rolf Bürkl, Konsumexperte bei NIM, betonte, dass der Weg aus der Konsumflaute langwierig und von Rückschlägen geprägt sein könnte.

Das Konsumklima, das zuvor vier Monate in Folge gestiegen war, erreicht für Juli einen Wert von -21,8 Punkten. Zum Vergleich: Vor der Corona-Pandemie lag dieser Wert stabil bei etwa +10 Punkten. Eine im Mai wieder angestiegene Inflationsrate trägt zur Verunsicherung der Konsumenten bei und zeigt sich unter anderem im Anstieg der Sparneigung.

Für eine nachhaltige Erholung der Konsumstimmung, so Bürkl weiter, benötigen die Verbraucher neben den realen Einkommenszuwächsen auch Planungssicherheit. Diese ist vor allem für größere Anschaffungen essenziell. Es gilt, den Preisauftrieb zu bremsen und klare Zukunftsperspektiven aufzuzeigen.

Die Kaufzurückhaltung wird von den Instituten maßgeblich auf die steigenden Preise zurückgeführt. Gleichzeitig ist die Hoffnung auf eine rasche konjunkturelle Belebung getrübt. Dennoch gehen die Experten davon aus, dass sich die Erholung im zweiten Halbjahr fortsetzen wird.

Im Untersuchungszeitraum vom 30. Mai bis 10. Juni wurden insgesamt 2000 Verbraucher befragt. Diese Interviews wurden im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt.