13. Januar, 2026

Quartalszahlen

Gewinn-Schock! Zuckerkrise vernichtet Hunderte Millionen bei diesem deutschen Giganten

Die Bilanz färbt sich rot: Einbruch bei Umsatz und Ertrag lässt Anleger aufschrecken, während der Vorstand auf ein einziges Hoffnungssignal setzt.

Gewinn-Schock! Zuckerkrise vernichtet Hunderte Millionen bei diesem deutschen Giganten
Trotz 136 Mio. Euro Verlust im Zuckergeschäft hält Südzucker an Jahreszielen fest. Hoffnung macht eine überdurchschnittliche Ernte.

Die Zahlen sprechen eine brutale Sprache. Südzucker hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 einen massiven wirtschaftlichen Dämpfer hinnehmen müssen. Die Zeiten der sprudelnden Gewinne durch hohe Rohstoffpreise sind vorerst vorbei.

Der Mannheimer Konzern meldete am Dienstag einen drastischen Rückgang des operativen Ergebnisses. Dieses schrumpfte von komfortablen 236 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf magere 95 Millionen Euro zusammen.

Der Preisverfall reißt ein gewaltiges Loch in die Konzernkasse

Verantwortlich für diese Talfahrt ist primär der Preisdruck an den Märkten. Fallende Zuckerpreise haben die Margen des Unternehmens förmlich pulverisiert. Das spiegelt sich unmissverständlich im Umsatz wider.

Über eine Milliarde Euro Umsatz sind dem Konzern im Vergleich zum Vorjahr weggebrochen. Die Erlöse sanken auf nunmehr 6,36 Milliarden Euro. Eine Korrektur dieser Größenordnung lässt sich nicht durch bloße Kosteneinsparungen kompensieren.

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Die einst starke Kernsparte schreibt tiefrote Zahlen

Besonders dramatisch stellt sich die Lage im Kerngeschäft dar. Die Zucker-Sparte, traditionell das Herzstück des Unternehmens, ist zum Verlustbringer mutiert. Hier verbuchte Südzucker einen operativen Verlust von 136 Millionen Euro.

Ursächlich hierfür ist eine toxische Mischung aus deutlich gesunkenen Verkaufspreisen und rückläufigen Absatzmengen. Wenn der Preis fällt und gleichzeitig weniger verkauft wird, kollabiert das Ergebnis zwangsläufig.

Auch die Diversifizierungsstrategie konnte den Absturz nicht vollständig auffangen. Die Bioethanol-Tochter CropEnergies sowie die Segmente Stärke und Spezialitäten verzeichneten ebenfalls spürbare Ergebniseinbußen.

Einzig das Fruchtsegment stemmt sich erfolgreich gegen den Trend

In diesem düsteren Zahlenwerk gibt es lediglich einen Lichtblick. Die Frucht-Sparte operiert erfolgreich gegen den allgemeinen Abwärtstrend des Konzerns.

Dank durchgesetzter höherer Preise konnte dieses Segment sein Ergebnis sogar steigern. Es beweist, dass Preissetzungsmacht in Nischenmärkten auch in schwierigen Gesamtgemengelagen existiert.

Eine starke Rübenernte soll die Jahresziele retten

Trotz der verheerenden Neunmonatszahlen wirft der Vorstand das Handtuch nicht. Die Führungsebene hält eisern an den Gesamtjahreszielen fest. Man rechnet weiterhin mit einem operativen Ergebnis zwischen 100 und 200 Millionen Euro bis Ende Februar 2026.

Die Hoffnung stützt sich auf die Agrarbasis. Die laufende Rübenernte macht Mut, da die Zuckererträge in den meisten Anbauregionen über dem Durchschnitt liegen. Die Verarbeitung läuft laut Konzernangaben weitgehend reibungslos.

Der Umsatz soll sich am Ende des Geschäftsjahres zwischen 8,3 und 8,7 Milliarden Euro einpendeln. Ob die gute Ernte den massiven Preisverfall im letzten Quartal tatsächlich kompensieren kann, bleibt die entscheidende Wette des Managements.

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