19. Februar, 2026

Quartalszahlen

Gewinn-Implosion: SDAX-Konzern meldet 81 Prozent Ergebnis-Crash

Umsatzrückgang und explodierende Kosten drücken das operative Ergebnis ins Bodenlose – CEO verspricht Wende durch „NewNorma“.

Gewinn-Implosion: SDAX-Konzern meldet 81 Prozent Ergebnis-Crash
Der Umsatz sinkt, das EBIT kollabiert um 81%: NORMA kämpft mit der Bau- und Lkw-Krise. CEO Seeger setzt auf die Strategie NewNorma.

Die operativen Kennzahlen offenbaren eine dramatische Erosion der Profitabilität.

Die vorläufigen Geschäftszahlen der NORMA Group für das Jahr 2025 zeichnen das Bild eines Unternehmens in der Krise. Der Verbindungstechnikanbieter aus Maintal verzeichnete einen Umsatzrückgang von knapp sieben Prozent auf 821,7 Millionen Euro. Negative Währungseffekte verstärkten diesen Abwärtstrend zusätzlich.

Noch alarmierender stellt sich die Ertragslage dar. Das um Sonderposten bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes EBIT) brach regelrecht ein. Es sank um massive 81 Prozent auf nur noch 6,3 Millionen Euro. Dies verdeutlicht, dass der Konzern aktuell massive Schwierigkeiten hat, seine Margen zu verteidigen.

Verantwortlich hierfür ist eine toxische Mischung aus steigenden Ausgaben und ineffizienten Strukturen. Hohe Personalkosten sowie signifikante Sonderausgaben im Logistikbereich belasteten die Bilanz schwer. Eingeleitete Einsparungsmaßnahmen konnten diese Kostenexplosionen nur bedingt kompensieren.

Zyklische Schwäche in der Lkw-Produktion und Bauwirtschaft bremst das Neugeschäft.

Die Nachfrageschwäche zieht sich durch die zentralen Abnehmerbranchen des Unternehmens. Insbesondere die Lkw-Produktion und die Bauwirtschaft – traditionell wichtige Säulen für NORMA – zeigten im Schlussquartal 2025 keine Erholungstendenzen. Die Auftragsbücher spiegeln die allgemeine konjunkturelle Abkühlung wider.

Bereinigt wurde das Zahlenwerk um das Geschäft für Wassermanagement. Dieser Bereich wurde mittlerweile an das US-Unternehmen Advanced Drainage Systems (ADS) veräußert. Der Fokus liegt nun vollständig auf den verbleibenden Industriesegmenten, die sich jedoch als hochgradig volatil erweisen.

Das Management setzt auf die Strategie „NewNorma“ und verspricht Effizienzsteigerungen.

Trotz der verheerenden Ertragsentwicklung versucht die Unternehmensführung, Zuversicht zu verbreiten. Der Verkauf der Wassersparte wird als strategischer Befreiungsschlag gewertet, um Ressourcen neu zu bündeln.

„Mit dem erfolgreichen Verkauf unseres Wassergeschäfts haben wir die Grundlage für NewNorma gelegt“

Dies erklärte die neue Vorstandsvorsitzende Birgit Seeger laut offizieller Mitteilung. Sie betont zudem, dass die internen Restrukturierungen bereits erste Früchte tragen würden, auch wenn sich dies noch nicht signifikant im EBIT niederschlägt.

„In einem anhaltend schwierigen Marktumfeld konnten wir das Geschäftsjahr 2025 im Rahmen unserer Prognose abschließen, und die von uns eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung zeigen erste Erfolge“

Ergänzte Seeger. Die Börse reagierte jedoch verschnupft auf die Nachrichten. Die NORMA-Aktie gab im XETRA-Handel zeitweise deutlich nach und notierte über 4 Prozent im Minus. Investoren warten nun gespannt auf den 31. März, wenn das Management die finalen Zahlen sowie die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 vorlegt.

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