29. Februar, 2024

gesetzlicher Mindestlohn

Definition of "gesetzlicher Mindestlohn" in German:

Der "gesetzliche Mindestlohn" bezieht sich auf den niedrigsten Betrag, den ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer für geleistete Arbeitsstunden zahlen darf. Dieser Mindestlohn wird durch Gesetze und Verordnungen festgelegt und dient dazu, eine angemessene Entlohnung für Arbeitnehmer zu gewährleisten und Armutslöhne zu bekämpfen.

In Deutschland wurde der gesetzliche Mindestlohn am 1. Januar 2015 eingeführt und gehört seitdem zu den grundlegenden Regelungen im Arbeitsrecht. Derzeit liegt er bei 9,60 Euro pro Stunde und wird von der Mindestlohnkommission in regelmäßigen Abständen überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Der Mindestlohn gilt für alle Arbeitsverhältnisse in Deutschland, unabhängig von der Art der Tätigkeit oder dem Alter des Arbeitnehmers. Ausnahmen bestehen lediglich für bestimmte Personengruppen, wie beispielsweise Auszubildende, Langzeitarbeitslose, Jugendliche unter 18 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung, ehrenamtlich Tätige oder Praktikanten.

Die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns hatte positive Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen von Millionen von Arbeitnehmern in Deutschland. Sie führte zu einer nachhaltigen Verbesserung der Einkommenssituation von Niedriglohnempfängern und half, die Armutsrisiken zu verringern.

Unabhängig von der positiven Wirkung stehen dem gesetzlichen Mindestlohn auch kritische Stimmen gegenüber. Gegner argumentieren beispielsweise, dass er zu höheren Arbeitslosenzahlen führen könne, da Unternehmen möglicherweise Stellen abbauen, um die steigenden Lohnkosten auszugleichen.

Insgesamt dient der gesetzliche Mindestlohn jedoch dazu, die Arbeitswelt gerechter zu gestalten, die soziale Absicherung der Arbeitnehmer zu stärken und faire Wettbewerbsbedingungen zwischen den Unternehmen sicherzustellen. Durch seine gesetzliche Verankerung wird eine Grundlage geschaffen, auf der Beschäftigte für ihre Arbeit angemessen entlohnt werden.