19. Mai, 2024

Technologie

Gemischte Gefühle bei ARM-Aktionären nach vorsichtiger Jahresprognose

Gemischte Gefühle bei ARM-Aktionären nach vorsichtiger Jahresprognose

Im Börsenhandel fuhren die Investoren des Chip-Entwicklers ARM am Donnerstag auf einer Achterbahn der Emotionen. Nach anfänglichen Einbußen, die in den frühen Stunden des Handelstags beinahe acht Prozent betrugen und einem daraufhin folgenden Ausschlag in den positiven Bereich, pendelten sich die Aktienwerte wieder auf einen Kursverlust von 1,5 Prozent ein, mit einem Stand von 104,49 US-Dollar. Besorgnis verbreitete sich, als ARM, dessen Technologie in fast jedem Smartphone verbaut ist, eine im Vergleich zu den Börsenerwartungen zurückhaltende Umsatzvoraussage für das neue Geschäftsjahr traf.

Der kurzfristige Trendindikator, die 21-Tage-Linie, scheint für ARM mittlerweile zur hartnäckigen Hürde zu werden. Der Aufschwung der vergangenen drei Wochen wird damit auf die Probe gestellt, auch wenn seit Jahresbegonn bereits ein Gewinn von 39 Prozent zu verbuchen ist. Dennoch hat der Höhenflug der Aktie zu Beginn des Februars, der durch die Hoffnung auf zukünftige, durch KI-Technologie angetriebene Gewinne ausgelöst wurde und die Papiere auf bis zu 164 Dollar ansteigen ließ, nun etwas an Euphorie verloren.

Ebenfalls rückläufig entwickelten sich die Aktien des KI-Vorreiters Nvidia, die um 1,6 Prozent auf etwa 889 Dollar fielen. Für langfristig orientierte Nvidia-Aktionäre wird dies allerdings als weniger gravierend angesehen, da die Aktie im aktuellen Jahr bereits um rund 80 Prozent gestiegen ist und das vor drei Wochen markierte Zwischentief bereits überwunden wurde.

Für das Geschäftsjahr bis Ende März 2025 veranschlagt ARM Umsätze zwischen 3,8 und 4,1 Milliarden Dollar, was einen kräftigen Anstieg im Vergleich zu den 3,23 Milliarden des Vorjahres – einem Wachstum von 21 Prozent – darstellen würde. Dies bleibt jedoch hinter den Prognosen von Analysten zurück, die unter anderem mit einer stärkeren Präsenz von ARM in Rechenzentren und dadurch erhöhten Lizenzgebühren rechneten.

Trotz der Verhaltung in der kurzfristigen Aussicht bleibt der Analyst Harlan Sur von JPMorgan bei seiner optimistischen Einschätzung und bezeichnet die Jahresprognose von ARM als konservativ. Er unterstrich die Stärke des längerfristigen Wachstumsprofils, das durch erhöhte Lizenzgebühren sowie Aktivitäten im KI-Bereich getrieben würde. Sur passte sein Kursziel von 100 auf 115 Dollar nach oben an, während er an seinem Anlagevotum "Overweight" festhält.