12. Juli, 2024

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Gemischte Entwicklungen: Nasdaq gibt nach, Dow Jones erholt sich

Gemischte Entwicklungen: Nasdaq gibt nach, Dow Jones erholt sich

Die US-Börsen präsentierten sich am Donnerstag mit einem gemischten Bild. Während der Nasdaq 100 nach dem feiertagsbedingten Börsenstopp am Mittwoch Verluste verzeichnete, konnte der Dow Jones Industrial zulegen. Investoren nutzten die Gelegenheit, um in großem Umfang Gewinne mitzunehmen, insbesondere bei den stark gestiegenen Chip-Aktien.

Der Technologieindex Nasdaq 100 fiel um 0,79 Prozent auf 19.752,30 Punkte. Obwohl der Index im frühen Handel noch das sechste Rekordhoch innerhalb von sieben Handelstagen erreichte, setzten schließlich Gewinnmitnahmen ein. Besonders betroffen waren die Papiere großer Chip-Hersteller, darunter NXP, Nvidia und Micron, die Verluste zwischen 2,5 und 6 Prozent verzeichneten.

Im Gegensatz dazu konnte der Dow Jones Industrial um 0,77 Prozent auf 39.134,76 Punkte zulegen. Hier waren vor allem die sogenannten "Old Economy"-Titel gefragt. Aktien von Caterpillar, Nike, McDonald's sowie Pharmaunternehmen wie Merck & Co und Johnson & Johnson zeigten deutliche Kursgewinne.

Der weit gefasste S&P 500 erreichte im frühen Handel ebenfalls eine Höchstmarke, fiel jedoch später wie der Nasdaq 100 ins Minus und schloss 0,25 Prozent niedriger bei 5.473,17 Punkten. Dell und Super Micro Computer konnten zu Handelsbeginn kräftig zulegen, gaben die Gewinne jedoch im weiteren Verlauf wieder ab. Hintergrund war eine Ankündigung von Tesla-Chef Elon Musk, dass beide Unternehmen Server-Racks für einen KI-basierten Supercomputer liefern werden.

Auch die Aktien der Trump Media & Technology Group erlebten einen dramatischen Einbruch von fast 15 Prozent, nachdem die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC einen Antrag genehmigt hatte, der die Anteile der Stammaktionäre verwässern könnte. Dies betrifft Besitzer von Optionsscheinen, die in Aktien des Unternehmens umgetauscht werden können.

Positiv entwickelten sich hingegen die Aktien von Gilead Sciences, die um 8,5 Prozent zulegten. Der Biotech-Konzern überzeugte mit neuen Studiendaten zu einem HIV-Wirkstoff. Ebenfalls im Aufwind waren die Papiere des IT-Beraters Accenture, die durch starke Buchungszahlen im dritten Geschäftsquartal um 7,3 Prozent stiegen.

Die US-Staatsanleihen gaben nach, der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen fiel um 0,21 Prozent auf 110,56 Punkte. Die Rendite dieser Staatspapiere stieg auf 4,25 Prozent. Der Euro verlor leicht an Wert und lag im späten Handel bei 1,0705 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0719 Dollar festgesetzt.