29. Februar, 2024

Politik

Gemeinsame Front gegen Antisemitismus: Muslimischer Aktivist und jüdischer Rapper setzen Zeichen der Verständigung

Gemeinsame Front gegen Antisemitismus: Muslimischer Aktivist und jüdischer Rapper setzen Zeichen der Verständigung

Im Angesicht wachsender antisemitischer Tendenzen positionieren sich Cemalettin Özdemir, Gründer des Begegnungszenzentrums Medina in Nürnberg, und Ben Salomo, ein jüdischer Rapper, unmissverständlich. Özdemir, ein engagierter Muslim, äußert sich klipp und klar zu destruktiven Haltungen gegenüber Israel: "Wer auf dessen Vernichtung abzielt, kann nicht wahrhaftig Muslim sein." Salomo auf der anderen Seite bringt sein Engagement direkt zu den Jugendlichen – mit Schulbesuchen stellt er sich gegen die sogenannten "Influhetzer" und deren antisemitische Propaganda in sozialen Netzwerken. Es ist nicht nur ihr Einsatz, der die beiden verbindet, sondern auch ihr Ansatz, durch Dialog Brücken zu bauen und aufzuklären. Sie teilen die Erkenntnis, dass sie die richtige Sprache sprechen müssen, um mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen und sie für ihre Botschaft des Friedens zu gewinnen – ein Talent, das vielen Politikern offenbar fehlt. Mit ihren Aktionen verdeutlichen Özdemir und Salomo, dass der Kampf gegen Judenfeindlichkeit quer durch alle gesellschaftlichen Ebenen geht und nicht auf ein Musikgenre wie Gangsta-Rap beschränkt ist. Ihr Bemühen zeigt, wie interkultureller Dialog und Bildung Arbeit gegen Vorurteile und Hass leisten können, indem sie direkte und authentische Kommunikation dort fördern, wo politische Rhetorik oft an ihre Grenzen stößt.