13. April, 2024

Wirtschaft

Gehaltsverhandlungen im Luftfahrtsektor nehmen Fahrt auf

Gehaltsverhandlungen im Luftfahrtsektor nehmen Fahrt auf

In der deutschen Luftfahrtindustrie stehen die Zeichen auf Verhandlung: Die Lufthansa befindet sich in Gesprächen mit der Flugbegleitergewerkschaft Ufo, die rund 19.000 Mitglieder vertritt. Parallel dazu steht eine Schlichtung für die etwa 25.000 Mitarbeiter der privaten Sicherheitsdienste an deutschen Flughäfen an, die Verdi repräsentiert. Bei den Verhandlungen mit Lufthansa fordert Ufo für die Kabinenangestellten und das Personal von Lufthansa Cityline 15 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von eineinhalb Jahren sowie eine Inflationsausgleichsprämie und ebenso höhere Zulagen. Auch steht der Verdacht im Raum, Lufthansa könnte das Thema Streik im Kabinenbereich erneut zu spüren bekommen, nachdem diese bereits zuvor stattgefunden hatten. Die Gewerkschaft hatte allerdings um die Feiertage herum auf weitere Streikmaßnahmen verzichtet und verfolgt jetzt die Fortsetzung der Dialoge, die für den aktuellen Donnerstag anberaumt sind. Auf der anderen Seite suchen Verdi und der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen unter Führung des Schlichters und ehemaligen Bremer Finanz-Staatsrats Hans-Henning Lühr nach einer Einigung. Dabei geht es um komplexe Thematiken wie Gehalt, Zulagen sowie die Regelungen der Mehrarbeit. Strittig bleibt vor allem die Forderung nach Überstundenzuschlägen von der ersten Arbeitsstunde an, wobei die Arbeitgeber bislang eine dreistufige Lohnsteigerung und zuletzt verbesserte Zuschläge für Nacht- sowie Sonn- und Feiertagsarbeit angeboten haben. Die Ergebnisse der Schlichtung sind für keine Partei bindend und hängen davon ab, ob eine gemeinsame Lösung gefunden und unterstützt wird. Bis zum Abschluss der Schlichtungsgespräche hat Verdi sich verpflichtet, auf Streikaufrufe zu verzichten. Über den Fortgang der Verhandlungen herrscht Stillschweigen. Die Luftfahrtbranche blickt somit auf eine durchaus bewegte Woche, deren Ausgang potentielle Auswirkungen auf das Passagier- und Frachtaufkommen sowie die allgemeine Betriebssituation an den Flughäfen haben könnte.