21. Juni, 2024

Wirtschaft

FTI-Touristik-Insolvenz: Urlaub für die meisten Reisenden gerettet

FTI-Touristik-Insolvenz: Urlaub für die meisten Reisenden gerettet

Nach der Insolvenz der FTI Touristik konnte der Großteil der betroffenen Pauschalurlauber ihren Urlaub wie geplant fortsetzen. Dies teilte Stefan Mees, Co-Geschäftsführer des Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF), am Montag mit. Die Mehrheit der Reisenden habe effektive Unterstützung erhalten.

Zuletzt befanden sich rund 15.000 Pauschalreisende, die über FTI oder die Tochtergesellschaft BigXtra gebucht hatten, auf Reisen (Stand: Montagabend). Die meisten würden inzwischen von DRSF-Partnern betreut. Der Reisesicherungsfonds arbeitet dabei eng mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter, dem Krisenstab des Auswärtigen Amtes sowie zehn Reiseveranstaltern zusammen, die unter anderem vor Ort Unterstützung leisten.

Es gab jedoch Fälle, in denen Hoteliers Reisenden die Abreise verwehrten, sie aus ihren Zimmern aussperrten oder zusätzliche Zahlungen verlangten, um ihnen die Fortsetzung ihres Urlaubs oder die Abreise zu ermöglichen. Ali Arnaout, ebenfalls Co-Geschäftsführer des DRSF, bezeichnete dieses Verhalten als absolut inakzeptabel und grenzüberschreitend.

Um solchen Vorkommnissen entgegenzuwirken, stellte der Reisesicherungsfonds schnell Kostenübernahmeerklärungen für Reisende und Hoteliers aus. "Wir haben in den vergangenen Tagen und Nächten gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort alles daran gesetzt, den betroffenen Reisenden zu helfen und solche Vorkommnisse schnellstmöglich zu klären“, sagte Mees.

Insgesamt waren rund 65.000 Pauschalreisende in etwa 100 Zielgebieten von der Insolvenz der FTI Touristik und der folgenden Insolvenz der Tochtergesellschaft BigXtra betroffen.