16. Juni, 2024

Wirtschaft

Fraport geht mit großen Plänen in die Zukunft: Expansion und ökologische Investitionen

Fraport geht mit großen Plänen in die Zukunft: Expansion und ökologische Investitionen

Das Ambiente der Weltflughäfen wird maßgeblich von Fraport mitgeprägt: Mit großflächigen Ausbauprojekten und einer bedeutsamen ökologischen Investition schreitet das Unternehmen zielgerichtet voran. In der zweiten Jahreshälfte 2026 will Fraport nach dem Anstieg der Osterreisewelle sein drittes Passagier-Terminal am Frankfurter Flughafen einweihen, eine Expansion, die den größten deutschen Luftverkehrsknoten mit einer stolzen Investition von vier Milliarden Euro in neue Kapazitäten für geschätzte 19 Millionen Passagiere hievt. Vorstandschef Stefan Schulte leitete diese Informationen an die Teilnehmer der Hauptversammlung des MDax-Konzerns weiter, wobei jedoch anklang, dass das Terminal 2 vorübergehend für Sanierungsarbeiten geschlossen wird.

Während Fraport am Heimatstandort auch eine nachhaltige Energiequelle bearbeitet – ein Solarpark mit rund 37.000 Photovoltaik-Modulen wird noch dieses Jahr entlang der Startbahn West aufgebaut –, gedeihen auch die Projekte über die Landesgrenzen zielstrebig. Der Flughafen Lima soll durch ein neues Terminal noch im laufenden Jahr die Kapazität auf beeindruckende 40 Millionen Passagiere steigern und somit mehr als verdoppeln. Ebenfalls an der türkischen Riviera, am Beteiligungsflughafen in Antalya, strebt Fraport in Kundenauftrag preissteigerndes Wachstum an: Vor Beginn der Hauptreisesaison 2025 möchte man dort zusammen mit dem Partner TAV die Fertigstellung der Bauarbeiten zelebrieren, um zukünftig bis zu 65 Millionen Reisende pünktlich in die Luft befördern zu können.

Somit nicht genug des Ausbaus, offenbart sich eine Tragödie am Fraport-betriebenen Flughafen in Porto Alegre, Brasilien, wo der Betrieb historischen Überschwemmungen zum Opfer gefallen ist. Die dortigen Beschäftigten, von Schulte betont mitfühlend erwähnt, mussten ihr persönliches Hab und Gut einbüßen, obgleich der unersetzlichen Verluste stellte Fraport rasche Hilfe durch Hilfsgüter und finanzielle Unterstützung bereit. Hinsichtlich des Hochwasserschadens – noch unbewertet – garantiert eine Versicherung und Gespräche mit der Regierung, dass bald auf einem Militärflughafen ziviler Luftverkehr ermöglicht wird.

Am wirtschaftlichen Horizont erblühen fur Fraport neue Hochs bei Umsatz und Gewinn. Schulte vermittelte Zuversicht reichend bis zur Überbietung des Gewinns des Vor-Corona-Jahres 2019 mit damals 454 Millionen Euro – das aktuelle Ziel könnte bei satten 530 Millionen Euro liegen. Bevor die Aktionäre nun jedoch in Euphorie ausbrechen, bremst Schulte die Erwartungshaltung, denn eine Dividendenausschüttung bleibt aufgrund hoher Verschuldung verwährt und soll auch 2024 nicht in Aussicht stehen, gleichwohl dies sich spätestens mit der Eröffnung des Terminal 3 ändern dürfte.