14. April, 2024

Wirtschaft

Fortbildungsförderung: Regierung setzt auf Qualifizierungsoffensive in Unternehmen

Fortbildungsförderung: Regierung setzt auf Qualifizierungsoffensive in Unternehmen

Die Bundesregierung hat den Startschuss für eine ambitionierte Bildungsinitiative gegeben: Ab sofort steht Arbeitgebern das Qualifizierungsgeld zur Verfügung, ein Instrument, das eine breitere Palette von Fortbildungsmaßnahmen in den Unternehmen selbst ermöglichen soll. Ziel ist es, Arbeitnehmer für die Herausforderungen und Umbrüche der Arbeitswelt, insbesondere durch Digitalisierung und den Weg zur Klimaneutralität, zu wappnen. Mit der satten Summe von 3,3 Milliarden Euro für das laufende Jahr soll die Weiterbildung der Beschäftigten auf breiter Front gefördert werden. Dies teilte das Bundesarbeitsministerium mit und verwies auf die Notwendigkeit von Weiterbildung für die Sicherung von Arbeitsplätzen. Das Geld soll dabei helfen, dass Arbeitnehmer sich neuen Gegebenheiten des Marktes anpassen können und somit ihre Jobs nicht gefährdet sehen. Die Koordination der Mittel wird von den lokalen Arbeitsagenturen übernommen. Diese entscheiden über die Zuweisung der Gelder an betroffene Arbeitnehmer und deren Unternehmen. Laut Gesetzesentwurf für das Aus- und Weiterbildungsgesetz sind für das Qualifizierungsgeld Ausgaben von bis zu 360 Millionen Euro pro Jahr veranschlagt. Das Besondere am Qualifizierungsgeld ist der Lohnersatzcharakter: Dies ermöglicht es Arbeitnehmern, ohne finanzielle Einbußen an den Fortbildungen teilnehmen zu können, da die Arbeitsagentur während der Weiterbildungsphase den Lohnausfall deckt. Die finanzielle Last der eigentlichen Weiterbildungsmaßnahme liegt hingegen bei den Arbeitgebern. Diese Bildungsinitiative wird als entscheidender Schritt gesehen, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu stärken und Arbeitnehmern attraktive Perspektiven zu bieten. Unternehmen und ihre Belegschaften sind gleichermaßen aufgerufen, diese Gelegenheit für einen Wissens- und Kompetenzaufbau zu nutzen.