12. Juli, 2024

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Formel-1-Saison: Verstappen trotzt Problemen in Silverstone

Formel-1-Saison: Verstappen trotzt Problemen in Silverstone

Nach dem britischen Grand Prix dürfte sich Max Verstappen gefragt haben, wie er es geschafft hat, seine Führung in der Formel-1-Meisterschaft noch auszubauen. Nach dem zweiten Rennen in Folge ohne Sieg, das erste Mal seit Juli 2022, beendete Verstappen das Rennen in Silverstone auf Platz zwei hinter Lewis Hamilton und Lando Norris. Trotz dieser Platzierung vergrößerte sich sein Punktevorsprung gegenüber Norris um drei Punkte.

Verstappen hatte zu Beginn des Rennens wenig Glück. „Es sah an einem Punkt wirklich nicht gut aus“, gab er zu. „Ich dachte wirklich, wir würden Fünfter oder Sechster werden.“ Die Leistungsschwankungen bei Red Bull in Silverstone waren extrem und im deutlichen Kontrast zu den letzten Jahren, wo ein dominantes Auto gegebenenfalls Fehler aufwiegen konnte.

Der wahre Speed des RB20 war vor dem Rennsonntag unklar. Verstappens Unterboden, laut Teamchef Christian Horner „völlig zerstört“ nach einer Fahrt durch den Kies in der Qualifikation, beeinträchtigte die Abtriebskraft erheblich. Trotzdem schaffte Verstappen es auf P4 – eine beeindruckende Leistung unter den Umständen.

Im eigentlichen Rennen wurde schnell klar, dass Verstappen nicht in Führung gehen würde. Er überholte Norris in der ersten Runde, blieb aber hinter den Mercedes-Fahrzeugen zurück. Als der Regen einsetzte, fiel Verstappen zurück und wurde von Norris und Oscar Piastri überholt, während auch Carlos Sainz mit seinem Ferrari aufholte.

Red Bull rettete die Situation durch kluge Boxenstopp-Strategien. Die erste war der Wechsel auf Intermediate-Reifen, der strategisch besser getimt war als bei den Konkurrenten. Ein weiterer gut getimter Stopp von Intermediate auf Slicks brachte Verstappen zurück in die Spitzengruppe. Am Ende überholte er Norris und beendete das Rennen auf Platz zwei, nur 1,4 Sekunden hinter Hamilton.

„Ein schlechter Nachmittag“, nannte Verstappen das Rennen, obwohl er zugeben musste, dass sein Tempo am Ende des Rennens besser war als das der Konkurrenten. Horner räumte ein, dass es „viel zu verstehen gibt“, warum die Leistung schwankte.

Die Schwankungen könnten laut Horner auf die Reifen zurückzuführen sein, da verschiedene Bedingungen und Reifentypen zu erheblichen Geschwindigkeitsunterschieden führen können. Das Rennen in Silverstone mit seinen Wetterwechseln verdeutlichte dies eindrucksvoll.

Im größeren Bild betrachtet hat Red Bull erkannt, dass das Tempo des Feldes aufholt. Silverstone zeigte, dass nicht nur McLaren eine Bedrohung darstellt. Doch solange Verstappen auf einem hohen Niveau bleibt, wird Red Bull zuversichtlich auf die Meisterschaft blicken, trotz der Unsicherheiten bei Sergio Pérez.