25. Februar, 2024

Politik

Finanzflüsse im Untergrund: Israel beschuldigt Iran der Hamas-Finanzierung

Finanzflüsse im Untergrund: Israel beschuldigt Iran der Hamas-Finanzierung

In einer überraschenden Verlautbarung legte die israelische Armee dar, wie ihre Soldaten auf ein verborgenes Tunnelsystem im Gazastreifen gestoßen seien, welches die finanzielle Unterstützung der islamistischen Organisation Hamas durch den Iran aufdecken soll. Laut Militärsprecher Daniel Hagari wurden Unterlagen aufgefunden, die Überweisungen in beachtlicher Höhe von mehr als 150 Millionen US-Dollar von Iran an die Hamas und insbesondere an deren Führungspersönlichkeit Jihia al-Sinwar dokumentieren sollen. Diese Finanzströme sollen einen Zeitraum von 2014 bis 2020 umfassen.

Die präsentierten Beweisstücke, darunter Schriftstücke und Bilder von Geldumschlägen sowie Bargeld, sind Zeugen einer behaupteten intensiven Kooperation zwischen Teheran und der Gaza-Herrschaft. Trotz der Brisanz der Vorwürfe konnten die vorgelegten Dokumente bisher noch von keiner unabhängigen Partei überprüft werden.

Hagari kommentierte die Funde mit scharfen Worten, indem er den Iran des Terrorismusexports bezichtigte. Er hob hervor, dass die von Iran ausgehenden und geförderten terroristischen Aktivitäten eine Bedrohung von globaler Tragweite darstellten. Der Konflikt zwischen Israel und Iran, der seit der Islamischen Revolution 1979 besteht, findet hier eine weitere Facette. Die Hamas wird in diesem Zusammenhang als Teil der 'Achse des Widerstands' gesehen, zu der weitere von Iran unterstützte Gruppen wie die Hisbollah im Libanon und die Huthi im Jemen gerechnet werden.

Während die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten persistieren, wirft diese Enthüllung ein neues Licht auf die verdeckten Operationen und die Taktiken der involvierten Akteure. Wie sich diese Anschuldigungen auf die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Israel und Iran sowie zwischen Hamas und der internationalen Gemeinschaft auswirken werden, bleibt abzuwarten.