19. Mai, 2024

Politik

Familien fordern würdiges Begräbnis für Opfer der Hamas

Familien fordern würdiges Begräbnis für Opfer der Hamas

In einer bewegenden Forderung haben Hinterbliebene der durch die Hamas getöteten Geiseln anlässlich des israelischen Gedenktages für gefallene Soldaten und Terroropfer ein angemessenes Begräbnis für die Verstorbenen verlangt. Die Familienmitglieder leiden darunter, keinen konkreten Ort des Gedenkens zu haben. Nirit Alon, Partnerin eines der Opfer, brachte das tief empfundene Bedürfnis zum Ausdruck, einen Ort zu schaffen, an dem Trauerarbeit und Erinnerung möglich sind.

Den Wunsch nach einem würdigen Abschluss thematisierten auch Hagit und Ruby Chen, die Eltern des ermordeten Itay Chen. Sie betonten die Notwendigkeit, eine Grabstätte für ihren Sohn zu haben, um den Verlust verarbeiten und einen Schritt in Richtung eines neuen Lebenskapitels gehen zu können.

Mosche Ahimas, der seinen Sohn Tomer verloren hat, appellierte eindringlich an die staatlichen Autoritäten, sowohl für die Rückführung der Überlebenden als auch der Verstorbenen Sorge zu tragen. Der Gedenktag wird für die Familie Ahimas geprägt sein von der schmerzhaften Anwesenheit eines leeren Grabes, das symbolisch mit der Erde des Kibutz Nirim gefüllt ist – ein Ort, der durch das Blut seines Sohnes gezeichnet ist.

Diese berührenden Appelle verleihen dem Gedenktag in Israel eine zusätzliche, persönliche Dimension und werden vermutlich auch die politische Debatte über den Umgang mit den Folgen des Terrorismus und der Konflikte in der Region beeinflussen.