28. Februar, 2024

Politik

Familien appellieren für Befreiung entführter Frauen aus Hamas-Gewahrsam

Familien appellieren für Befreiung entführter Frauen aus Hamas-Gewahrsam

Die Familien von von der Terrororganisation Hamas entführten Frauen richten ihre Hilferufe an die internationale Gemeinschaft. Bei einem Appell in Genf baten sie Diplomaten, verstärkten Druck auf die Hamas auszuüben, um die Freilassung ihrer Liebsten zu erwirken. Unter den Geiseln befindet sich die 19-jährige Agam, deren Lebenszeichen durch andere Freigelassene ihrer Familie mitgeteilt wurde. Insbesondere am Geburtstag ihres Vaters ließ Agam durch eine Entkommene Grüße ausrichten, was die Zwillingsschwester Lee Yam als Beweis für Agams Stärke wertet. Trotz ihrer Bewunderung für Agams Widerstandskraft machen sich die Schwestern Sorgen um deren psychisches Durchhaltevermögen.

Agam, selbst eine talentierte Geigenspielerin, wurde am 7. Oktober 2023 nur in ihrem Schlafanzug entführt. Lee Yam berichtet von schlaflosen Nächten und dem festen Vorhaben, ihrer Schwester bei der Rückkehr einen Ring zu schenken, welcher ihr von den Entführern genommen wurde.

Die Sehnsucht nach einer Wiedervereinigung ist auch bei Simona S., der Mutter der 30-jährigen Doron, spürbar. Die jüngste Tochter und ihr "Baby", wie sie referiert, befindet sich ebenfalls in der Hand der Hamas. Simona hat erst kürzlich ein Lebenszeichen ihrer Tochter in einem Propagandavideo gesehen, doch die leeren Augen Dorons lassen die Mutter um das Wohl ihrer Tochter bangen. Sie malt sich den Moment der Rückkehr aus und schöpft daraus Kraft im Kampf für ihre Tochter.

Eine weitere Familie vermisst die junge Liri, die gerade ihren 19. Geburtstag in Gefangenschaft begehen musste. Sie ist eine unter den 136 noch verbleibenden Geiseln, unter denen sich auch zwei Minderjährige befinden. Ihre Schwestern Roni und Shay teilen in Genf mit, dass Liri nicht verletzt und beseelt von einem starken Überlebenswillen sei. Hoffnung schöpfen sie aus der Vorstellung, mit Liri, zu deren großen Traum es gehört, eines Tages Japan zu besuchen, Sushi zu essen und ausgiebig zu reisen.

In Anbetracht der gefühlten Ewigkeit der Entführung stehen die Familien vor einer Herausforderung der anderen Art: den Glauben an die Rückkehr ihrer geliebten Familienmitglieder aufrechtzuerhalten und die Hoffnung nicht zu verlieren.