24. Juni, 2024

Wirtschaft

Fachkräftemangel in Deutschland bleibt auf hohem Niveau: Ergebnisse der Fachkräfteanalyse 2023

Fachkräftemangel in Deutschland bleibt auf hohem Niveau: Ergebnisse der Fachkräfteanalyse 2023

Die aktuelle Fachkräfteanalyse der Bundesagentur für Arbeit offenbart ein nach wie vor angespanntes Bild des deutschen Arbeitsmarktes. Fast jeder siebte Beruf ist von Fachkräftemangel betroffen. Insgesamt meldete die Analyse aus Nürnberg, dass im vergangenen Jahr in 183 von 1200 bewerteten Berufen Schwierigkeiten bestanden, offene Stellen zu besetzen. Trotz eines leichten Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr, als noch 17 Berufe mehr betroffen waren, bleibt das Niveau hoch.

BA-Chefin Andrea Nahles stellt klar, dass es sich dabei lediglich um eine Momentaufnahme und nicht um einen dauerhaften Trend handelt. Die demografische Entwicklung zeigt, dass in den kommenden Jahren zahlreiche gut qualifizierte und erfahrene Fachkräfte den Arbeitsmarkt verlassen werden. Aktuell richten sich die Hälfte der Stellenangebote an Kandidaten in so genannten Engpassberufen, während viele Arbeitslose keinen entsprechenden Hintergrund aufweisen.

Besonders stark sind die Engpässe in Pflege- und Gesundheitsberufen, im Handwerk, im Berufskraftverkehr, in der Kinderbetreuung und der Sozialpädagogik sowie in der Gastronomie ausgeprägt. Technische Berufe zeigen ebenfalls Engpässe, vor allem im IT-Bereich und in der Bauplanung. Positiv hervorzuheben ist eine leichte Entspannung im Hochbau, Fassadenbau und bei Ingenieurinnen und Ingenieuren in der Luft- und Raumfahrttechnik im Vergleich zum Vorjahr.