19. April, 2024

Politik

Explosionen in Tatarstan: Drohnenangriff trifft Industrieanlagen

Explosionen in Tatarstan: Drohnenangriff trifft Industrieanlagen

Ein Drohnenangriff hat am Dienstag Industriegebiete in der russischen Teilrepublik Tatarstan erschüttert und zu Verletzungen von mindestens sieben Personen geführt, wie Rettungsdienste berichten. Nach Aussagen des Leiters von Tatarstan, Rustam Minnichanow, der sich über seinen Telegram-Kanal äußerte, war die Zielrichtung auf Fabrikationsstätten in den Städten Jelabuga und Nischnekamsk. Trotz der Vorkommnisse blieben die Fabrikationsprozesse der betroffenen Betriebe laut Minnichanow unbeeinträchtigt.

Laut russischen Medienberichten sollen drei mutmaßlich ukrainische Drohnen die Attacken durchgeführt haben, obwohl Tatarstan rund 1200 Kilometer von der Ukraine entfernt liegt. In Jelabuga lösten zwei Drohnen nahe eines Studentenwohnheims Explosionen aus, was zu panischen Szenen führte, wie in sozialen Netzwerken veröffentlichte Videos nahelegen. Frühere Berichte deuten darauf hin, dass in einer dort ansässigen Sonderwirtschaftszone von Studenten einer technischen Hochschule Kampfdrohnen iranischer Konstruktion, Typ Shahed, gefertigt werden.

Die andere betroffene Stadt, Nischnekamsk, ist bekannt für ihre umfangreichen Ölverarbeitungsanlagen, die dem Ölunternehmen Tatneft zugehörig sind. Diese Anlagen könnten im Fokus der Angriffe gestanden haben, besonders in Anbetracht der ukrainischen Strategie, in den letzten Wochen mit Langstrecken-Kampfdrohnen gezielt russische Raffinerien anzugreifen.

Dieser aktuelle Zwischenfall zeigt die Fortsetzung des Drone Warfare in dem andauernden Konflikt. Russland selbst wird beschuldigt, ebenfalls Drohnenangriffe durchzuführen. So vermeldete die ukrainische Luftwaffe den Einsatz von zehn russischen Shahed-Drohnen in der Nacht auf Dienstag, von welchen angeblich neun abgeschossen wurden.