24. Juni, 2024

Wirtschaft

Expansionskurs und Terminal-Projekte: Fraport treibt Vorhaben voran

Expansionskurs und Terminal-Projekte: Fraport treibt Vorhaben voran

Fraport, der Betreiber des Frankfurter Flughafens, zeigt sich dynamisch und ambitioniert bei seinen internationalen Expansionen und Ausbauprojekten. Die ambitionierte Erweiterung des Heimatflughafens um ein drittes Passagier-Terminal schreitet laut Stefan Schulte, Vorstandschef des MDax-Konzerns, konsequent voran. Das vier Milliarden Euro teure Großprojekt soll direkt nach der Osterreisewelle 2026 seine Pforten öffnen und die Kapazität um circa 19 Millionen Passagiere erhöhen. Trotz der anschließend anstehenden Renovierung von Terminal 2 bleibt das Wachstumsziel unberührt.

Das umweltbewusste Engagement des Flughafenbetreibers manifestiert sich zudem im Bau eines Solarparks am Frankfurter Airport. Der Park, welcher entlang der Startbahn West Gestalt annimmt, wird mit beeindruckenden 37.000 Photovoltaik-Modulen ausgestattet und setzt somit ein Zeichen für nachhaltige Energielösungen.

Mit Blick auf die globalen Ambitionen erwartet der Flughafen von Lima durch ein neues Terminal eine Kapazitätssteigerung auf 40 Millionen Fluggäste. Diese Verdreifachung soll im laufenden Jahr Wirklichkeit werden. Auch am Standort Antalya plant Fraport gemeinsam mit dem Partner TAV eine signifikante Erweiterung. Vor der Reisesaison 2025 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein und eine Kapazität von 65 Millionen Passagieren ermöglichen.

Weniger erfreulich sind die aktuellen Geschehnisse um den von Fraport betriebenen Flughafen in Porto Alegre, Brasilien. Aufgrund schwerer Überschwemmungen bleibt dieser bis auf Weiteres geschlossen. Der Vorstandschef vermeldete, dass es keine Todesfälle bei den Angestellten gab, die Unterstützung durch Hilfsgüter und finanzielle Mittel jedoch unabdingbar war. Konkrete Aussagen zum Schadensausmaß liegen noch nicht vor. Eine Ausweichmöglichkeit auf einem Militärflughafen soll den zivilen Luftverkehr vorübergehend aufrechterhalten.

Geschäftlich blickt Fraport optimistisch in die Zukunft und strebt rekordverdächtige Höhen bei Umsatz und Gewinn an. Die selbst gesetzten Ziele für das laufende Jahr liegen über den Ergebnissen vor der Pandemie, und es wird ein Gewinn von bis zu 530 Millionen Euro angestrebt. Trotz der erwarteten Erfolge ist für die Aktionäre mittelfristig keine Dividende in Sicht. Erst mit der Inbetriebnahme des neuen Terminals 3 dürfen diese mit Ausschüttungen rechnen, was das Management fest eingeplant hat.