24. Mai, 2024

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Evonik-Anteilseigner RAG-Stiftung reduziert Beteiligung

Evonik-Anteilseigner RAG-Stiftung reduziert Beteiligung

In einer strategischen Weichenstellung plant die RAG-Stiftung, ihren Einfluss beim Essener Spezialchemiekonzern Evonik deutlich zu verringern. Insiderinformationen nach soll die Stiftung beabsichtigen, bis zu 4,9 Prozent ihrer Anteile zu veräußern und somit den eigenen Anteil unter die 50-Prozent-Marke zu drücken. Konkret sollen bis zu 23 Millionen Aktien zum Verkauf stehen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Einblick in relevante Dokumente berichtete.

Das geplante Verkaufsvolumen würde im Ergebnis eine Reduzierung der Beteiligung auf etwa 47 Prozent nach sich ziehen – ein markanter Schritt für die Stiftung, die bislang die Mehrheit hielt. Die Spannbreite des Angebotspreises wurde mit 20,71 bis 19,99 Euro je Aktie angegeben. Im Kontext dieser Nachrichten reagierte der Markt sensibel: Auf Tradegate sank der Wert der Evonik-Aktie um 3 Prozent auf 20,09 Euro, ein Abschlag im direkten Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch.

Die Entscheidung der RAG-Stiftung, ihren Anteil zu reduzieren, verfolgt nicht näher erläuterte Motive, könnte jedoch Teil einer größeren Portfolio-Neuausrichtung sein. Anleger und Marktbeobachter dürften in Kürze genau beobachten, wie sich diese Veränderung auf die Kursentwicklung und strategische Ausrichtung von Evonik auswirken wird.