23. Juni, 2024

Märkte

Europas Börsen zeichnen ein gemischtes Bild zum Wochenauftakt

Europas Börsen zeichnen ein gemischtes Bild zum Wochenauftakt

Die europäischen Finanzmärkte haben den Montag mit leichten Gewinnen abgeschlossen, obwohl schwächere Konjunkturdaten keinen signifikanten Schub verliehen und die Schlüsselmärkte in London sowie New York feiertagsbedingt geschlossen blieben. Eine geringere Schwankungsbreite war die Folge dieser Ausgangslage. Der EuroStoxx 50, der den Puls der Eurozone misst, konnte sich gerade so über Wasser halten und verzeichnete am Ende des Handelstages ein Plus von 0,47 Prozent, was ihn auf 5059,20 Punkte hievte. Ganz ähnlich erging es dem franzöischen Cac 40, welcher mit einem Zuwachs von 0,46 Prozent den Tag bei 8132,49 Punkten beendete.

Die vom Münchner Ifo-Institut ermittelte Geschäftsklima blieb im Mai stabil, was einige Analysten überraschte, die mit einer weiteren Aufwärtsbewegung gerechnet hatten. Nach drei aufeinanderfolgenden Monaten des Anstiegs, stabilisiert sich der wichtige Indikator der deutschen Wirtschaft nun auf verhältnismäßig tiefem Stand. LBBW-Ökonom Elmar Völker kommentierte die Situation als kleinen Wendepunkt der zuvor positiven Stimmung.

Die fehlende Aktivität auf den maßgeblichen Märkten in den Vereinigten Staaten und im Vereinigten Königreich ließ die europäischen Börsen etwas verwaist zurück. Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar von Robomarkets prophezeit eine Fortsetzung dieser Ruhephase bis zur Veröffentlichung neuer Inflationszahlen aus Deutschland am Mittwoch, gefolgt von denen der gesamten Eurozone am Freitag. Trotzdem geht Molnar davon aus, dass die Europäische Zentralbank beim nächsten Treffen die Zinsen vielleicht sogar um zwei Schritte schneller anheben könnte als die US-Notenbank, wodurch das Interessa an europäischen Aktienindizes vermutlich steigen wird.

Zu Beginn der neuen Handelswoche standen vor allem die Titel von Versorgern und Ölkonzernen im Vordergrund, die von steigenden Rohstoffpreisen profitierten. Allerdings lag das Handelsvolumen über alle Branchen hinweg, wegen den Feiertagen in den USA und Großbritannien, unter dem Schnitt.

Unternehmensnachrichten waren zum Wochenstart dünn gesät. Nach Informationen von Bloomberg prüft die Julius-Bär-Gruppe eine mögliche Übernahme von EFG International. Vorläufige Gespräche bezüglich eines Zusammenschlusses sollen in den vergangenen Wochen geführt worden sein. Die Aktien von Julius Bär verbuchten einen Rückgang von 1,5 Prozent, während EFG International um ein Prozent zulegen konnte.

Ein Bericht der "Financial Times" zufolge plant die UBS Gruppe die Nachfolge ihres CEOs Sergio Ermotti intern zu regeln, mit drei möglichen internen Kandidaten. Die Aktien der Bank konnten demzufolge um ein Prozent klettern.