19. Mai, 2024

Märkte

Europas Börsen: Gedämpfte Bewegung in Erwartung US-amerikanischer Inflationsdaten

Europas Börsen: Gedämpfte Bewegung in Erwartung US-amerikanischer Inflationsdaten

Zum Auftakt der neuen Handelswoche zeigten sich die Anleger an Europas Finanzmärkten zurückhaltend. Wichtige Börsenbarometer bewegten sich mit geringer Dynamik. Der EuroStoxx 50, der als Gradmesser für die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone dient, gab um marginale 0,16 Prozent nach und schloss bei 5076,91 Zählern. Der Pariser Cac 40 registrierte einen leichten Verlust von 0,14 Prozent und beendete den Handelstag bei 8207,29 Punkten. Dem gegenüber stand der FTSE 100 aus London, der nach kürzlich erreichten Höchstständen weiterhin leicht positive Tendenzen aufzeigte und minimal gewann, um auf 8435,19 Punkte zu kommen.

Die Investoren behielten vor allem die in Kürze anstehenden US-Inflationszahlen im Blick, deren Veröffentlichung für den Mittwoch vorgesehen ist. Diese Zahlen sind entscheidend für die weitere Zinspolitik und wirken sich damit unmittelbar auf die Aktienmärkte aus. Die Frage, ab wann die US-Notenbank möglicherweise Zinssenkungen vornimmt, ist noch offen. Solche Maßnahmen würden die Wirtschaft stimulieren und Aktien im Vergleich zu Anleihen attraktiver machen.

Im Bereich der Branchen setzte sich die Automobilindustrie mit einer Erholung von einem Prozent an die Spitze der Sektorbewertungen. Besonders hervorzuheben sind hierbei die Papiere von Stellantis, die mit einem Plus von 3,3 Prozent die größten Zuwächse im EuroStoxx verzeichneten. Beachtung fand auch die Entwicklung bei Sanofi; die Aktien des Pharmaunternehmens markierten mit einem Kursrückgang von 2,7 Prozent das Schlusslicht im EuroStoxx. Der Konzern verkündete eine Investition von über einer Milliarde Euro in drei französische Produktionsstätten, um die Fertigung im Heimatmarkt zu stärken.

Im britischen FTSE 100 sorgte Diploma für Aufmerksamkeit. Die Anteilsscheine des auf Industrieerzeugnisse spezialisierten Konzerns erreichten nach einer Anhebung der Margenprognose ein Rekordhoch und legten beachtliche fünf Prozent zu. Hingegen büßten die Aktien von BAE Systems 2,6 Prozent ein. Die Bank of America zog ihre Kaufempfehlung zurück, nachdem die Titel des Rüstungsunternehmens am Freitag noch Rekordwerte erklommen hatten. Die Analysten sehen nur noch ein limitiertes Potenzial für weiteres Wachstum.

Im AEX verzeichnete Akzo Nobel mit einem Gewinn von 2,5 Prozent die besten Kursentwicklung des Tages. Eine Kaufempfehlung der UBS, die unter anderem das nicht ausreichend im Aktienkurs reflektierte erwartete Wachstum der operativen Ergebnisse des Farbenherstellers begründete, beflügelte die Papiere.